Pena Palast von oben

2018 Portugal – Elternzeitreise Teil 4

Portugal wir kommen. Im letzten Bericht haben wir von unserer Reise durch Zentralspanien berichtet. Nun geht unsere Reise aber weiter. Denn es warten neue Abenteuer und tolle Ecken auf uns. Ein bisschen Portugal-Luft haben wir bereits  2010 bei unserer ersten gemeinsamen Reise in unserem geliebten Bulli geschnuppert. Also dann los gehts.

2. Juni – Tag 33 Portugal, der Grenzübergang ohne besondere Vorkommnisse

Nachdem wir das spanische Städtchen Merida besichtigt haben, geht es am Nachmittag über die Grenze nach Portugal. Unser erstes Ziel ist Elvas. Hier nisten wir uns auf dem durchaus ausbaufähigen Campingplatz in Stadtnähe ein. Am späten Nachmittag machen Henry und Flora noch den einheimischen Supermarkt und die Fischtheke, welche Flora nicht so toll findet, unsicher. Auf den Grill kommt heute ein Fisch.

3. Juni – Tag 34 Stadtbesichtigung von Elvas

Vom Campingplatz aus starten wir am Morgen zu Fuß unsere Stadtbesichtigung. Schon sehr beeindruckend das 7,54 km lange Aquädukt. Danach geht es zur Burg. Hier bezahlen wir 2,- € Eintritt pro Person und laufen ein wenig entlang der Burgmauern. Von hier oben hat man auch einen tollen Blick auf das Bollwerk welches die Stadt noch heute umschließt. (die größten erhaltenen Bollwerkbefestigungsanlagen der Welt). Danach geht es noch zum Plaza Rebublica. Auf dem Rückweg machen wir noch ein paar Drohnenfotos von der mit Bollwerken befestigten Stadt.

Nun geht es zurück zum Bus. Hier angekommen schläft Flora friedlich in der Manduca und es bleibt Zeit für ein Mittagessen für Mama und Papa. Wir entschließen uns dafür den Campingplatz heute doch noch zu verlassen und fahren 45 Minuten weiter in südlicher Richtung zum größten Stausee Portugals, dem Alqueva-Stausee. Flora schläft sogar im Auto auch nochmal ein wenig, das ist für eine stressfreie Busfahrt natürlich sehr förderlich. Und so stehen wir am Abend auf einem sehr schönen Platz umgeben von Olivenbäumen  und genießen in der Abendsonne den Blick auf den Stausee. Wir sind sehr froh, das wir heute noch weiter gefahren sind, denn hier ist es weitaus idyllischer als auf dem Campingplatz in Elvas.  Also dann guten Nacht.

4. Juni – Tag 35 Haus-, Bus- und Blogarbeit

Da stehen wir nun bei Ernst, einem Niederländer auf dem Platz. Hier ist es wirklich sehr schön. Freundliche Gastgeber, Idylle und Natur pur, eine tolle Atmosphäre und eine liebevoll dekorierte Einrichtung. Was will man als Camper mehr? Vielleicht ein paar Grad mehr auf dem Qecksilber. Naja, also ist der heutige Tag der Haus- und Blogarbeit gewidmet. Wir verbringen den Tag mit Wäsche waschen, ausruhen und ein wenig Schreibarbeit. Zur Belohnung gibt es am Abend selbstgebackene Pizza. Ernsts Frau ist wohl gebürtige Italienerin und macht das sehr gut.

5. Juni – Tag 36 Paddeln auf dem Alqueva-Stausee

Die Wetterprognose für heute zeigt nicht so viel Regenwahrscheinlichkeit an wie gestern, also steht der Plan für heute. Wir paddeln auf dem größten Stausee in Portugal. Nach dem Frühstück bereiten wir ein kleines Picknick vor und pumpen unsere Else auf. Wir paddeln flussaufwärts bis an die Mündung des Zuflusses. Hier ist alles sehr ruhig und es gibt reichlich Tiere zu beobachten. Wir legen irgendwo an, machen Picknick und genießen die Ruhe und die Natur. Dank des Rückenwindes ist die Rückpaddelei nicht ganz so anstrengend. Da Katrin ja Flora bespaßt bzw. zum Schlafen motiviert, muss Henry nämlich alleine paddeln. Die Schlafmotivation hat gut geklappt und so döst Flora noch immer, als wir schon wieder am Campingplatz angekommen sind. Wir lassen sie in Ruhe ausschlafen, während Henry schon mal zum Bus geht. Am Abend gibt es wieder Pizza, dieses Mal natürlich eine andere. Aber mindestens genau so lecker wir gestern. Ein schöner Tag geht zu Ende.

6. Juni – Tag 37 Die Knochenkapelle von Evora

Wir verlassen den Campingplatz direkt nach dem Frühstück und nehmen Kurs auf Evora. Vorher geht es noch auf die Burganlage von Burg Monsaraz, um noch einmal die umliegende Seenlandschaft des Alqueva-Stausees zu besichtigen. In Evora angekommen finden wir nach langer Zeit einen Parkplatz und besichtigen zuerst die Knochenkapelle.

Capella dos Ossos – die Knochenkapelle
Der Haupteingang zu der Knochenkapelle gegrüßt die Besucher mit einer vorhersagenden portugiesischen Inschrift:

„Wir, die Knochen, die hier liegen, warten auf Eure.“

Auch wenn es anders erscheint, die Knochenkapelle wurde aus einer Notwendigkeit heraus geboren und ist mehr als nur eine religiöse Kuriosität. Im 16. Jahrhundert waren die Friedhöfe in Evora übervölkert, so dass die Knochen exhumiert wurden um Platz für neue Körper zu schaffen. Die Knochen wurden respektvoll in den Zement gegossen und in dieser Gebetsstätte untergebracht. Die Exhumierung deckte sich mit dem allgemeinen Glauben der Zeit und folgte der Ideologie der Gegenreform, dass die Körper auf die Weise näher bei Gott sein würden.

Quelle: www.myportugalholiday.com

Danach geht es durch die schmalen Straßen der Altstadt in Richtung Römischer Tempel. Eine Snackpause machen wir im anliegenden Park, bevor wir mit kleinen Stopps in Souvenierläden wieder zum Bus zurück geht. Nach dieser kleinen Tour durch Evora fahren wir zum nächsten Campingplatz. Am stadtnahen Platz in Evora fahren wir vorbei, da wir einen kleinen Bauernhofplatz, etwas außerhalb ins Auge gefasst haben. Und wieder ein Campingplatz in Portugal, der von einem ausgewanderten Niederländer betrieben wird. Der Platz ist ruhig und mitten in der Natur umgeben von Strochfamilien. Sehr schön und idyllisch, das gefällt es uns.

7. Juni – Tag 38 Fahrt in die Hauptstadt von Portugal – Lissabon

Bei bewölktem Himmel starten wir nach Lissabon. Zumindest fast. Wir wollen uns die westlich von Lissabon gelegenen Palastanlagen von Sintra ansehen. Kurz nach unserem Start fängt es auch schon an zu regnen. Auch nach unserer Mittagspause regnet es immer noch. Als wir in Sintra ankommen, haben wir, wie schon vorher gelesen, Probleme mit der Parkplatzsuche. Wir fahren mehrere Runden aber leider ohne Erfolg. Da es auch noch regnet und es bereits 17:00 Uhr ist, verschieben wir die Besichtigung der Anlagen auf morgen. Wir fahren durch die kleinen Dörfer und engen Gassen bis an die Atlantikküste. Hier suchen wir uns einen Campingplatz und verbringen eine feuchte aber ruhige Nacht. Am Abend schmieden wir noch Pläne für die morgige Besichtigung.

8. Juni – Tag 39 Besichtigung des Pena Palastes in Sintra

Wenn ihr in Portugal seid, seht euch Sintra unbedingt an! Nach ein wenig Recherchearbeit haben wir uns entschieden, unser Hauptaugenmerk auf die Besichtigung des Pena Palastes zu legen. Wie im Internet auf diversen Seiten empfohlen, fahren wir mit dem Bulli zum Bahnhof und parken hier für 1,50 € pro Tag. Wir kaufen Tickets für die Buslinie 43. Dieser Bus fährt für 6,90 € die drei wichtigsten Spots an. Wir steigen am Pena Palast aus und zahlen die 14,- € Eintritt für den Palast und die Parkanlagen. (Wenn ihr die Tickets am Automaten mit Karte zahlen wollt, könnt ihr euch vielleicht etwas Wartezeit am Schalter sparen). Zuerst besichtigen wir den Palast, bevor wir den Park erkunden. Am High Cross, der höchsten Ergebung im Pena Park machen wir eine Picknick Pause. Anschließend fahren wir mit dem Bus 43 wieder bis zurück ins Zentrum von Sintra, hier laufen wir ein wenig durch die Gassen und lassen uns für einen kleinen Snack an einer Bar nieder. Am späten Nachmittag treffen wir in Lissabon auf dem Zentrums nahen Campingplatz ein.  An der Rezeption bekommen wir alle wichtigen Infos für die morgige Besichtigung der Hauptstadt von Portugal.

Tipp für Sintra:
Einige Touristen besichtigen an einem Tag nicht nur den Pena Palast sondern auch die anderen Prunkanlagen. Wir allerdings empfehlen nur eine Sehenswürdigkeit pro Tag zu machen. Denn es gibt viel zu sehen vor allem im Pena Palast und dem dazu gehörigem Park. Da wäre es schade wenn man nicht genug Zeit hat. Außerdem sind die wenigen Parkplätze gut besucht, entweder ihr fahrt ganz zeitig oder ihr steigt auf die öffentlichen Verkehrsmittel um. Am Bahnhof in Sintra ist ein großer Parkplatz. Von hier fährt der Bus 43 zu den interessanten Stopps.

9. Juni – Tag 40 Stadtbesichtigung Lissabon

Nach dem Frühstück laufen wir 500 Meter bis zur Haltestelle der Buslinie 714. Dieser fährt  in ca. einer Stunde bis ins Zentrum und stoppt an ungefähr 30 Haltestellen. Eine lange Fahrt. Wir steigen am zentralen Praça da Figueira (Feigenplatz) aus. Hier steppt das portugiesische Leben. Es stehen wie an einem Taxistand mehrere Tuk Tuks in einer Reihe und bieten den Touristen Stadtrundfahrten an. An vierter Position steht ein grün weißer T1 Bus. Eigentlich war uns schon bei der Ankunft am Platz klar dass, wenn wir eine Rundfahrt machen, dann nur mit dem T1. So passiert es dann auch letztendlich. Wir kombinieren 2 Touren und buchen eine ca. 2,5 stündige Stadtrundfahrt für 100,- €.

Nelson erklärt sehr viel und gestaltet unsere Stadtrundfahrt sehr individuell und angenehm. An verschiedenen Aussichtspunkten halten wir an und schauen auf die Stadt der 7 Hügel. Er zeigt uns verschiedene Kirchen und wir stoppen auch im wichtigen historischen Stadtteil Alfalma.

Nach gut zweieinhalb Stunden sind wir weider an unserem Ausgangspunkt und erkunden Lissabon weiter zu Fuß. Wir schauen uns den wunderschönen Fahrstuhl zur Oberstadt an und genießen ein Picknick mit musikalischer Untermalung an der Kirche ohne Dach. Wundervoll. Danach schlendern wir noch durch die Gassen der Oberstadt, bevor wir, vorbei an der bekannten historischen Standseilbahn, in die bekannteste Straße Lissabons einbiegen. Die Rue Augusta führt vorbei an zahlreichen Geschäften, Straßenmusikern und Künstlern direkt zum Meer. Der perfekte Straße zum Aufnehmen zahlreicher Eindrücke.

Danach laufen wir noch einmal zum alten Stadtteil Alfama. Aufgrund der heutigen Festlichkeit sind die Straßen und Restaurants gut gefüllt. Überall dringt Musik in unsere Ohren und Rauch der unzähligen Holzkohlegrillstellen in unsere Nasen. Wir suchen uns ein nettes Restaurant und genehmigen uns eine große gemixte Fischplatte zum Abendessen. Flora liebt es in der Zwischenzeit die Fußgänger über das angrenzende Geländer zu bespaßen. Gegen 21.30 Uhr fahren wir dann mit dem Linienbus zurück zum Campingplatz. Zähne putzen, pullern und ab ins Bett!

Unser Reisetipp für Lissabon

Lissabon ist eine sehr schöne Stadt, aber eben auch sehr groß. Nehmt euch genügend Zeit diese tolle Stadt zu erkunden. Am besten 2-3 Tage. Wenn das nicht geht, könnt ihr wie wir, einen Teil der Stadt mit einer TukTuk Tour oder einem anderen Verkehrsmittel machen. Wir fanden das super und haben für unser Gefühl so ein sehr guten Eindruck von Lissabon erhalten.

10.06. – Tag 41 Ein Traumstrand for free

Wir verlassen Lissabon am Morgen und fahren nach Süden. Dank der Park4Night App finden wir recht schnell einen traumhaften Stellplatz direkt oberhalb des Strandes. Trotz Strandcafe wirkt es hier sehr ruhig und idyllisch. Als wir auf den Parkplatz fahren stehen da schon 2 andere Vans und ein Offroad-Womo. Die beiden Vans sind deutschsprachig und so kommt man schnell ins Gerede. Wir stellen uns in einigem Abstand daneben und lernen wenig später Tobi mit seiner Frau und seinem Sohn Moritz kennen. Moritz ist nur 14 Tage jünger als Flora und die Drei sind auch auf Elternzeitreise in Portugal unterwegs. Auch die Kleinen lernen sich sehr schnell kennen und spielen schon nach ein paar Minuten miteinander. Am Abend füllt sich der Platz dann doch mit allerhand Reisenden und ihren eigenen oder gemieteten Campern. Dennoch gehen wir zeitig schlafen. Der Wind ist doch ganz schön frisch, wenn die Sonne unter gegangen ist.

11.06. – Tag 42 So schön kann es bleiben

Das Auge zum Himmel gedreht und eine kurze Wetterabfrage im Internet verheißen einen sonnigen Tag. Ein guter Grund um an diesem schönen Fleckchen in Portugal noch ein wenig zu verweilen. Wir bekommen neue Nachbarn und lernen dieses Mal Mathias und Julia mit ihren Kindern Anton und Marlen kennen. Flora hat somit wieder 2 neue Spielgefährten gefunden. Wir leihen der Familie für eine Weile unser Luftkajak aus. Damit verbringen Sie eine schöne Zeit auf dem Wasser und wir am Strand. Zum Baden ist es an diesem tollen Juni Tag leider immer noch zu kalt (Bemerkung: In Deutschland sind es mittlerweile 30 °C).

12.06. – Tag 43 Ein gestrandetes Schiff an der Küste von Portugal

Nach dem Frühstück verlassen wir diesen schönen Stellplatz und reisen weiter nach Süden. Bei Vila Nova de Milfontes soll ein rostiges Schiffswrack an der Küste liegen. Hier könnt ihr etwas über die Geschichte dazu lesen. Das wollen wir uns unbedingt anschauen. Wir parken neben dem Klärwerk und laufen an der Küste ein paar Meter nach links. Schon sieht man es. Um direkt heran zu kommen muss man die Küste an den kleinen Steinstrand hinab steigen. Das tun wir natürlich und inspizieren das Wrack etwas näher.

Das Schiffswrack „Klemens“ von Vila Nova de Milfontes

Anschließend schlendern wir noch ein wenig die windige Küste entlang, bevor wir auf dem Campingplatz Sâo Miguel unsere ACSI Karte vorzeigen und unser Nachtlager errichten. Eigentlich wollten wir auf dem angrenzenden Fluss noch ein bisschen paddeln. Doch das verwerfen wir auf Grund der Entfernung zum Fluss. Der Campingplatz ist zwar wenig besucht, aber ein bisschen CamperTV gibt es dann doch noch, bevor wir eine ruhige Nacht verbringen.

13.06. – Tag 44 Der höchste Berg der Algarve – Einmal falsch abgebogen

Wir starten gegen 10 Uhr und fahren zum höchsten Berg der Algarve. Er heißt Fóia und wir wollen mal wieder etwas wandern. Wir parken auf dem Gipfel und folgen der anfangs gut ausgeschilderten Wanderroute. Nach der Ankunft auf der Hauptstraße und der unsererseits falsch interpretierten Wegmarkierung haben wir die Hauptwanderroute verlassen und suchen uns per GPS eine Alternative. Irgenwie wollen wir ja zurück zum Gipfel. Leider sind die, dem GPS bekannten Wege auch nur diesem bekannt. So werden aus Trampelpfaden Gebüsch und versperrte Wege. Dennoch folgen wir dem Weg mit der Hoffnung auf Besserung. Wir drücken uns vorbei an Dornenbüschen, klettern über Weidetore und wandern nun mittlerweile recht abenteuerlich an einer verwilderten Obstplantage entlang. Zum Glück führt der Weg, den wir ausschließlich auf dem Handybildschirm sehen irgendwann auf eine Freifläche bzw. Weidefläche. Von hier aus sehen wir den Gipfel auch schon wieder und ein Wirtschaftsweg zu diesem ist auch wieder da. Erleichtert und mit einigen Kratzern und Stichen an den Beinen kommen wir dann wieder am Bulli an. Wir schlendern noch kurz zum Souveniershop und kaufen einen schönen Magneten, bevor wir zu unserem heutigen Schlafplatz fahren. Dieser ist heute ein kleiner französich geführter Stellplatz unterhalb von Monchique. Wir nutzen das warme Wetter und gehen heute das erste mal im herrlich erfrischenden Pool baden. Ein schöner Tag.

14.06. – Tag 45 Paddeln in Lagos – Die Steinküste von unten

Heute fahren wir wieder an die Küste. Und zwar an den wohl bekanntesten Küstenabschnitt der Algrave. Nach Lagos. Auch wir parken, wie alle anderen Touristen am Ponte Piade und schauen uns die beeindruckenden Felsen im Meer erst einmal von oben an. Zwischen den Felsen sehen wir einige Boote hin und her fahren. Und schon ist der Plan gemacht, das machen wir auch! Zum Glück haben wir „unsere Else“ dabei und brauchen kein teures Boot zu mieten oder eine Gruppe zu begleiten. Aber wo setzt man denn hier klug ein? Hier ist alles von steilen Felsklippen umgeben. Wir machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Zugang und finden, etwas Stadteinwärts einen geeigneten Sandstrand und auch gleich noch einen perfekten Parkplatz dazu. Hier am Praja Dona Ana finden wir alles was wir brauchen. Am Bus essen wir noch einen Mittagssnack und keine 30 Minuten später ist die „Else“ aufgeblasen und wir paddeln mit unserem Gumotex Seawave mal wieder auf dem Meer.

Flora wird mit Nahrung aus der Muttibrust bestochen und kann somit Nahtlos zu ihrem Mittagsschlaf im Boot übergehen, während Mama und Papa die atembraubendene Landschaften und Ausblicke genießen. Wir paddeln in Höhlen und durch Felstore hindurch und finden sogar eine schöne Grotte wie aus dem Bilderbuch. Herrlich. Am Strand zurück bauen wir unser Boot zusammen und machen uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Wir nehmen gleich den Campingplatz in der Stadt und richten uns auf einer Parzelle direkt neben etwas gipsyhaften Dauercampern ein. Am Abend erkunden wir Lagos noch zu Fuß und essen im Restaurant gemütlich zu Abend.

15.06. – Tag 46 Ins heiße Innere

Aufgewacht, die Sonne lacht mittlerweile auch im schönen Portugal. Wir haben endlich durchgängig schönes Wetter und genießen das auch sehr. Direkt am Morgen stellt sich Carlos bei uns vor. Er ist ein deutscher Auswanderer mit italienischen Wurzeln, der auf dem Campingplatz in Lagos lebt. Kurz danach stellt sich ein weiterer deutscher Alleinreisender vor und versucht uns seine Mandelmilch anzudrehen. Wir sehen so aus wie Veganer meinte er…., naja ohne Worte. Egal! Wir checken aus und wollen die Route der weißen Dörfer durch die Algarve er-/fahren. Über Algoz nach Messines durchqueren wir riesige Orangenplantagen. Wir steuern unser Nachtlager an, einen Stellplatz im Landesinneren umrandet von unzähligen Eukalyptusbäumen. Wiedereinmal ist ein Niederländer der Platzbesitzer. Er spricht sehr gut deutsch und erklärt alles ausführlich. Bis zum späten Nachmittag sind wir seine einzigen Gäste auf dem Platz, denn hier ist im Winter Hochsaison. Das verstehen wir, denn es sind gerade gefühlt 40°C und kaum Schatten. Wiedereinmal sind wir froh, eine Markise am Bus zu haben. Flora nutzt wiedermal unsere Faltschüssel für ein ausgelassenes Planschbad.

16.06. – Tag 47 Praja de Falèsia – Tomatenstrand

Leicht bewölkt startet der Tag. Wir fahren ein Stück in Richtung Salir, ändern dann unseren Kurs und fahren wieder zum Strand. Das Ziel heißt Olhos de Àgua und liegt etwa 13 Km östlich von Albufeira. Hier gibt es zwei Stellplätze für Wohnmobile. Wir beziehen auf dem neuen Stellplatz mit WC eine der wenigen schattigen Parzellen, bevor wir zu einem ersten Strandspaziergang am Praja de Falèsia aufbrechen. Als wir zurück kommen fährt auf eine gegenüberliegende Parzelle gerade ein schöner roter T3 California aus Belgien. Nach dem Abendessen gehen wir mit Flora in der Manduca und Drohne in der Hand noch einmal zum Strand und genießen den Sonnenuntergang und den Strandblick von oben. Danach geht es für die Jüngste unserer Reisegruppe zum Matratzenhorchdienst in den Bulli, während Mama und Papa, bewaffnet mit Babyphone und Honiglikör am roten T3 California erwartet werden. Denn hier wurde nach nachmittäglicher Kontaktaufnahme eine nette Einladung ausgesprochen, welcher wir nun auch nachkommen wollen. Bei guter Stimmung und netten Gesprächen lassen wir den Abend ausklingen.

17.06. Tag 48 – Die schönste Stadt der Algarve

Nach dem Frühstück zeigt unser Wegweiser nach Osten. Hier erwartet uns die wohl schönste, oder zumindest eine der schönsten Städte der Algarve. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche auf dem Parkplatz an der Autobahnbrücke bummeln wir entlang der Gassen und kleinen Geschäfte bis zum Fluss Gilão. Wie besuchen den absolut sehenswerten Garten im alten Castello, mehrer Aussichtspunkte und beobachten die Winkerkrabben beim Winken an der Ponte Romana Brücke. Danach gehen wir mit einem Eis auf der Hand zurück zum Bulli, allerdings nicht ohne vorher einen schönen Magneten erworben zu haben. Tavira hat uns wirklich sehr gut gefallen. Für Interessierte gibt es im alten Wasserturm von Tavira noch die Camera Obscura, die begleitet von tollen Erklärungen die Stadt von Oben unter die Lupe nimmt.

Wir fahren weiter nach Osten und kommen der spanischen Grenze immer näher. Unser heutiger Campingplatz liegt in Monte Gordo nicht weit vor der andalusischen Grenze. Der Parque de Campismo ist riesig und wir beziehen unser Lager im hinteren Teil des Platzes. Wobei die Suche nach einem geeigneten Platz nicht so einfach ist, denn der Großteil des Platzes besteht aus weichem Sandboden. Nach unserem kleinen Strandspaziergang sind wir dankbar für die Ruhe auf dem gut gefüllten Platz. Da es nun auch Abends immer milderes Wetter gibt sitzen wir gemütlich draußen und besprechen die Route für die nächsten Tage.

18.06. – Tag 49 By by Portugal, du hast uns gut gefallen

Heute ist Strandtag, zumindest ein halber. Wir packen unsere Badesachen und baden endlich im doch noch etwas erfrischenden Atlantik. Die Sonne scheint mit voller Kraft und wir sind dankbar für unseren 3m x3m Schattenspender von Fritz Berger. Nach dem Mittagssnack am Strand packen wir die Geige ein und gehen zum Bus. Dank des möglichen Check Out bis 19.00 Uhr sind wir entspannt und verlassen den Platz am Nachmittag. Auf der Autobahn verlassen wir unser lieb gewonnenes Portugal mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn vor uns liegt Andalusien mit seiner Hauptstadt Sevilla.

Portugal war wirklich sehr schön. In Spanien erwarten uns nun Temperaturen bis 40 Grad. Wie man bei solchen Temperaturen eine Stadtbesichtigung überlebt und wo für uns der beste Badeplatz ist, könnt ihr bald im nächsten Beitrag lesen.

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