VW Bus Travel

Ein Roadtrip durch Korsika Teil 3

Wir sind auf der wunderschönen Insel Korsika mit unserem VW Bus T3 unterwegs und genießen die Zeit. Wir waren schon baden, paddeln und Schnellboot fahren. Sogar mehrere Urlaubs-Pannen hatten wir schon. Was wir sonst noch erlebt haben, könnt ihr in Teil 1 und Teil 2 unserer Reiseberichte nach und durch Korsika lesen.

Tag 13 – Do. 25.08. 2017 Calanches de Piana

Satt und ausgeschlafen verlassen wir unseren Platz in Porto gegen 10.00 Uhr. Wir verabschieden uns von unseren Nachbarn, natürlich nicht ohne vorher Wanderrouten und Paddeltipps aus dem „Kinderreiseführer*“ zu fotografieren.

Unser Roadtrip führt uns entlang der touristisch beliebten Calanches de Piana hier wollen wir eine kleine Wanderung zum Chateau, einem beliebten Aussichtspunkt machen.

Wir starten am beschriebenen Parkplatz, bei einem Stein, der aussieht wie ein Hundekopf (Tète du Chien). Die kurze Wanderroute, auf der westlichen Seite von Korsika, ist mit circa 30 Minuten Gehzeit und in der Kategorie „leicht“ beschrieben. Man kann sich gar nicht verlaufen. Es geht durch den Wald, dann bergauf und bergab und wieder hinauf, bis man schließlich das etwas vorgelagerte Felsplateau erreicht. Die Aussicht ist hinreißend. Allerdings ist hier auch viel los. Da müssen wir schon ein paar Minuten warten bis wir die Einzigen ganz vorn an der Kante sein können. Dennoch ist die Aussicht bestechend. Wir sehen den Golf von Porto und die vielen kleinen Schnellboote, die alle einen Ausflug in das Naturschutzgebiet Scandola machen. Nach ein paar Minuten Weitblick-Genuss laufen wir zurück zu unserem VW-Bus.

Panoramablick vom Château Fort auf den Golf von Porto
Panoramablick vom Château Fort auf den Golf von Porto

Wir fahren weiter entlang den roten, von Wind uns Wasser zerfressenen Granitfelsen der Clanches de Piana. Immer schön die Augen nach dem Loch mit Herzform im Felsen offen haltend. Natürlich ist auch hier einiges los, also beschließen wir unser Foto auf dem Rückweg zu schießen. Wir folgen der kurvigen Straße weiter bis zum Plage de Àrone. Auf dem anliegenden Campingplatz schlagen wir unser Lager auf. Unsere Nachbarn, mit dem blau-weißen T2 Bulli vom Campingplatz am Fango sind auch schon da. Schön, dass man sich hier auf Korsika immer wieder trifft. Nachdem wir unseren Platz bezogen haben, schnappen wir unsere Badesachen und laufen circa 10 Minuten bis zum Strand. Der Weg ist eng aber auch in Badeschuhen oder barfuß gut zu gehen. Wir liegen am Strand und lassen den Nachmittag beim Baden an diesem Traumstrand gemütlich ausklingen.

Tag 14 – Fr. 26.08. Vom Herzfelsen bis ins Bergdorf Evisa

Als wir erwachen ist wiedereinmal bestes Sommerwetter. Wir haben uns den Wecker etwas zeitiger gestellt um auf der Fahrt entlang der Calanches de Piana ein paar schöne Busfotos zu machen. Es ist 7:40 Uhr und wir hoffen, dass so früh noch niemand weiter unterwegs ist und wir somit genügen Platz und Freiheit für einsame Fotos haben.

Es bewahrheitet sich und wir sind fast ganz alleine auf dieser tollen Straße hoch im Felsen. Wir genießen die Zeit, fahren vor und zurück und zaubern ein paar tolle Schnappschüsse.

Anschließend führt uns der Weg zurück nach Porto und von dort aus durch das Gebirge in die kleine Bergstadt Evisa. Laut unserem Lonely Planet* soll es auf der Straße zwischen Porto und Evisa viele freilaufende Schweine geben, beziehungsweise sind sie auf diesem Straßenabschnitt quasi garantiert. Siehe da, schon kurz nach dem Ortsausgang von Porto laufen schon die ersten Schweine am Straßenrand entlang. Immer wieder auf dem Weg ins Gebirge sehen wir freilaufende Schweine und tolle Aussichten. Angekommen in Evisa finden wir einen ruhigen Campingplatz mit grandioser Aussicht ins Tal. Ebenso inbegriffen sind zwei Bäume, die den schönsten Platz für unsere Hängematte bereit halten.

Nach dem wir unser Lager aufgeschlagen haben, laufen wir noch zu den natürlichen „Swimmingpools„. Erst nach Evisa zurück und dann über einen alten Eselspfad am Wald entlang bis zu den Badegumpen. Ohne den Sprung ins eiskalte Wasser treten wir nach einer weile den Rückweg an und gehen zeitig schlafen. Morgen früh steht die Wanderung in die „Spelonca“ Schlucht an und wir wollen ausgeruht sein.

Tag 15 – Sa. 27.08.2016 Wir bezwingen die Spelonca Schlucht

Guten Morgen, und das ziemlich zeitig. Wenn wir wandern geht es früh los. So auch heute. Auf dem Plan steht die Wanderung in die „Spelonca“ Schlucht.

Proviant ist eingepackt, Handy mit Wander-App voll geladen. Hochmotiviert starten wir bei sehr angenehmen Temperaturen mit unserer Wanderung. Startpunkt ist der Friedhof von Evisa. Da sich unser Campingplatz am oberen Ende von Evisa befindet, müssen wir erst einmal die 2 KM vom Campingplatz, wo unser Bulli steht, durch den Ort bis es nun so richtig los geht. Wieder laufen, große Schweine auf der Straße herum und lassen sich von uns nicht weiter stören. Als wir den Friedhof in Augenweite haben laufen plötzlich 2 Hunde auf uns zu. Zuerst sind wir der Meinung, dass sie zu dem Auto gehören in dem 2 junge Menschen gerade aufwachen und sich strecken.

Dass dem nicht so ist stellen wir bald fest, denn die beiden Hunde weichen uns von nun an nicht mehr von der Seite. Auch super, da haben wir gleich etwas tierische Wanderbegleitung. Wir gehen ziemlich lange bergab, bis wir an den ersten Badegumpen die Gunst der Stunde für eine Erfrischung im kühlen Nass nutzen, bevor wir dem Spelonca Fluss weiter folgen. Für uns endet an der Brücke zur D124 die Wanderung. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Rückweg, dieser ist deutlich beschwerlicher, denn die 760 Höhenmeter müssen wieder bezwungen werden. Umso glücklicher ist man, wenn es geschafft ist.

Hier findet ihr die genauen Details zu dieser anstrengenden aber tollen Wanderung.

Immer noch laufen uns unsere „Wanderhunde“ nach. Um sie „abzuschütteln“ nutzen wir noch den kleinen Laden in Evisa, um etwas für unser Abendbrot und ein Eis zu kaufen. Der Ladenbesitzer kennt die Hunde schon und scheucht sie sofort weg. Am Campingplatz angekommen ist ausruhen angesagt. Henry geht duschen und Katrin genießt den Sonnenuntergang in unsere bequemen Hängematte. Als Henry von der Dusche kommt traut er seinen Augen nicht, als plötzlich einer der tierischen Wandergefährten direkt vor Katrin an der Hängematte liegt. Hoffentlich müssen wir nicht extra für einen Hund auf dem Campingplatz bezahlen. Aber die Leute scheinen den Hund dort auch schon zu kennen. Als wir zu Bett gehen ist er immer noch da. Wollen wir mal sehen, ob er es die Nacht hier aushält. Wir freuen uns, dass die beiden super lieben Hunde den ganzen Tag an unserer Seite waren.

Tag 16 – So. 28.08. Auf nach Bonifacio

Wir haben die Zeit auf diesem tollen Campingplatz sehr genossen, doch nun heißt es weiter fahren. Von unseren tierischen Wanderfreunden ist keiner mehr in Sicht. Wir verabschieden uns von den faul rumliegenden Schweinen am Straßenrand und fahren in Richtung Corte. Von hier aus geht es über die Straße 39 bis nach Bonifacio. In irgendeiner Kurve ist es dann wieder. Dieses schleifende Geräusch beim Fahren, was im Laufe der Zeit nun doch immer lauter geworden und somit eindach nicht mehr zu ignorieren ist. Also halten wir an einer günstigen Stelle und Henry betreibt Fehlersuche, während Katrin ein kleines Mittagessen zubereitet.

An Hinterrad und Bremstrommel lässt sich nichts Auffälliges finden. Weiter geht die Fehlersuche am linken Vorderrad. Wieder aufbocken, Rad ab und die Bremsen begutachten. Und siehe da: Die Bremsbelege sind runter, oder beinahe. Somit kommt das Schleifgeräusch durch den Grat der Bremsscheibe, welcher an dem Blech des inneren Bremsklotzes schleift. Kein Problem. Durch das ältere Baujahr mit Festsattelbremse tauschen wir ohne viel Aufwand den äußeren Belag nach innen und anders herum. Sollte die restliche Fahrt gut funktionieren. Als Belohnung noch das leckere Mittagessen und dann geht die Fahrt weiter.

Gegen 17.00 Uhr kommen wir in Bonifacio an. Wir fahren erst einmal durch Bonifacio hindurch und nehmen die Straße D260 zum Leuchtturm von Pertusato. Hier soll es neben einer grandiosen Aussicht auch einige Stellplätze geben. Die Plätze am Leuchtturm erweisen sich für uns als nicht geeignet, da sie Videoüberwacht und eindeutig verboten sind. Entlang der Straße waren etliche Buchten in denen man zwar halten konnte, es aber mit Schildern und Felsblöcken deutlich gemacht wurde, das ein Übernachten im Wohnmobil hier auch nicht erwünscht ist. Wenn man abends im dunkeln anreisen will, geht es vielleicht als Zwischenübernachtung. Mitten am Tag sind noch zu viele Touristen vor Ort, die den Weitblick auf die spektakuläre Steilküste und die darauf befindende Zitadelle genießen.

Auch wir genießen diese atemberaubende Aussicht, bevor wir auf dem zentrumsnahen Campingplatz L´Araguina unser Lager aufschlagen. Von hier aus sind wir in 5 Minuten am Hafen und kurze Zeit später schlendern wir durch die Gassen der Zitadelle. Wir genießen den lauen Abend und lassen diesen, bei einem gemütlichen Essen am Hafen ausklingen.

Tag 17 – So. 29.08. Baden in Porto Vecchio im Südosten von Korsika

Unser Übernachtungstipp: Der Parkplatz „Quartier Palombaja“ kann am Tag zum Parken und als Stellplatz für Wohnmobile zur Übernachtung genutzt werden. Kalte Duschen am Platz sind gratis. Toiletten gibt es leider nicht.

Nach dem Ausschlafen und einem leckeren Frühstück, packen wir unsere 7 Sachen und machen uns auf den Weg Richtung Norden. Leider müssen wir das. Dennoch liegen einige wohl sehenswerte Ziele in unserem Roadbook bereit. Wir fahren ein Stück an der Küste entlang und biegen schon bald Richtung Porto Vecchio ab. Die Strände in dieser Beckenlandschaft sollen mit zu den besten des Landes gehören. Wir parken auf einem der beiden Parkplätze in Strandnähe. Sogar eine Freiluft-Dusche um das Salzwasser und den Sand vom Strand abzuspülen ist vor Ort. Wir übernachten nicht, nutzen aber den Parkplatz für eine ausgedehnte Badepause. Wir packen unsere Badesachen und unseren Sonnenschirm und laufen die 10 Minuten zum Strand hinab. Dieser ist wie erwartet sehr gut besucht, also für Ruhe suchende nicht ganz so gut geeignet. Für uns ist das heute ausreichend. Wir genießen den Tag am Strand und im herrlich kühlen Wasser bevor wir zurück zum Bulli gehen, duschen und weiter fahren.

Unser Ziel für die heutige Übernachtung heißt Campingplatz U Pinarellu in Pinarellu. Mit offenen Fenstern und guter Laune kommen wir am frühen Abend auf dem Campinplatz an. Da hier die Hauptsaison seit ein paar Tagen vorbei ist, haben wir freie Parzellenwahl. Viele Gäste sind nicht mehr da. Wir bauen unser Außenwohnzimmer auf, hängen die Hängematte zwischen die Bäume und genießen den lauen Abend mit Grillzeug und Bier.

Tag 18 – So. 30.08. Mit dem Kajak am Plage Pinarello

Heute steht Bewegung auf dem Plan. Wir packen Badesachen und machen uns mit dem Boot auf dem Rücken auf zum schönen Strand Plage Pinarello. Der Weg dorthin führt über Holzstege eines kleinen Teiches und durch den Wald. Dann einmal über die Straße und dann ist man schon da. Es dauert etwa 15-20 Minuten, je nach Geschwindigkeit und Gewicht auf dem Rücken. Kaum angekommen bauen wir unser Boot auf und sind knappe 15 Minuten Später schon auf dem Wasser. Unser Ziel ist die vorgelagerte Insel Ile de Pinarellu.

Diese kleine Insel ist Ziel unserer heutigen Paddeltour

So herrlich entspannt erreichen wir die Insel und beginnen mit der Umrundung. An einer einsamen Bucht im hinteren Bereich der Insel treffen wir auf ein anderes Paddlerduo. Wir gehen schwimmen und machen ein paar Unterwasserfotos, als wir bemerken, dass sich der Himmel bedenklich zu zieht. Da die Mädchen in unserer 2er Reisegruppe etwas ängstlich bei Gewitter sind ist nun schnell Boot fahren angesagt. Spätestens als der erste Blitz am Horizont zu sehen ist steigt die Paddelgeschwindigkeit deutlich an. Die Muskeln in den Armen und Rücken sind deutlich zu spüren, als wir ziemlich erschöpft am Strand eintreffen. Das befürchtete Gewitter bleibt bis auf ein paar kleine Regentropfen aus. Wir packen nach einer halben Stunde ausruhen unser Boot zusammen und laufen zurück zum Campingplatz. Nach dem Abendessen ist schlafen angesagt. Trotzdem ein schöner Tag.

Tag 19 – 31.08.2016 Der Osten von Korsika

Nach dem Frühstück packen wir unser Lager zusammen und machen uns auf den Weg nach Bastia. Wir haben ein ausreichendes Zeitfenster bis zur Einschiffung auf unsere Fähre nach Savona. Diese Zeit nutzen wir für die gemütliche Fahrt entlang der Küstenstraße und einem Bad am Strand kurz vor Bastia. Auch auf dieser Seite scheint es zauberhafte Strände zu geben, allerdings haben wir nur einen zum Baden genutzt. Dieser war leider auch nicht sehr sauber. Aber für ein schnelles letztes Bad auf Korsika durchaus geeignet. Zurück in Bastia fahren wir direkt zum Hafen und stellen uns in die Check In Reihe für unsere Fähre. Wie es so ist, trifft man in so einer Schlange doch den einen oder anderen Bulli Fahrer. Das verkürzt uns die Wartezeit mit netten Gesprächen. Gegen 19.30 Uhr befahren wir die Fähre und bringen unsere Tasche in die Kabine. Als die Fähre ablegt sitzen wir beim Italiener an Board und essen lecker Pasta. Tschüss Korsika! Du hast uns sehr gut gefallen, bis bald.

Tag 20 – 01.09.2016 Bella Italia und die Große Panne am San Bernadino

Die See war ruhig und das Wetter ist bestens als wir in Savona von der Fähre rollen. Wir schließen uns dem Verkehrsfluss an und fahren auf die Autobahn Richtung Schweiz. Nach einer kurzen Weile auf der Autobahn verlassen wir diese wieder und suchen uns einen schönen Platz für ein ausgedehntes Frühstück im Grünen. Auf einem Feldweg packen wir Tisch und Stühle aus und genießen bei bestem Sonnenschein unsere morgendliche „Zeremonie“.

Frisch gestärkt setzen wir unsere Fahrt Richtung Norden fort. Am Bodensee wollen wir wieder einen Zwischenstopp machen, so decken wir uns im nächsten Supermarkt mit frischen Grillgut für die nächsten zwei Tage ein. Wir entschließen uns, wie für die Hinfahrt, ebenfalls den San Bernadino Tunnel in der Schweiz zu nutzen. Auf der Autobahn ist nicht viel los und wir kriechen langsam Serpentine für Serpentine nach oben. Der Temperaturzeiger am VW Bus steigt langsam in den rechten Bereich, aber noch nicht Besorgnis erregend. Oben angekommen befahren wir den Tunnel. Dummerweise pegelt sich die Temperatur nicht wie üblich ein sondern steigt kontinuierlich weiter. Langsam kommen wir ins Schwitzen, weil auch der händisch zugeschaltete Kühlerlüfter keinen Erfolg zeigt. Noch 2 KM bis der Tunnel endet. Nun fängt auch noch die rote Warnlampe an zu blinken und das innere Unbehagen wächst ruckartig. Im einspurigen Tunnel anhalten kommt vorerst nicht in Frage, da muss unser Baby jetzt erst mal durch. Das schafft er schon! Noch 200m, der Ausgang und die folgende Nothaltebucht ist in Sicht. Henry Schaltet den Motor ab und wir rollen die letzten Meter bis auf die Nothaltebucht. Mist!

Gerade so haben wir es noch aus dem Tunnel geschafft
Gerade so haben wir es noch aus dem Tunnel geschafft

Wer ein altes Auto fährt muss da wohl immer mal durch! Wir ziehen Warnwesten an, sichern mit Warndreieck ordnungsgemäß ab und räumen für die Diagnose den Motorraum frei. Es zischt hinter dem Zahnriemen und überall sind Spritzer von kochendem Kühlwasser zu sehen. Der Verdacht liegt auf einer defekten Zylinderkopfdichtung. Wir rufen den ADAC und bekommen schon innerhalb 45 Minuten Hilfe in Form eines Abschleppers. Die Wartezeit verbringen wir hinter der Leitplanke im Campingstuhl. Der nette Herr vom Abschleppdienst bringt uns in das kleine Bergdorf Zillis auf seinen Hof. Seine Sichtdiagnose fällt ähnlich aus, also telefonieren wir mit dem ADAC zwecks unserer Heimreise. Nach einiger Zeit ist auch hier eine gute Lösung für uns gefunden. Wir nehmen einen Mietwagen, der hier im Hof steht, fahren mit diesem nach St. Gallen um ihn gegen einen anderen, in Deutschland zugelassenen, Mietwagen zu tauschen. Der Bulli kommt mit dem Sammeltransport nach. Allerdings geht das erst morgen.

An dieser Stelle möchten wir unbedingt noch ein paar Worte über den Pannenservice Riedhauser in Zillis verlieren. Besser kann man bei einer Panne eigentlich nicht stehen. Als klar wird das wir heute Abend weder mit unserem Bulli, noch mit dem Leihwagen vom Hof kommen, wird uns gesagt es wäre überhaupt kein Problem die Nacht auf dem Hof im Bus zu verbringen. Sogar Strom für unseren Kühlschrank bekommen wir, da wir frisch erworbenes Grillzeug im Kühlschrank haben, sind wir darüber natürlich besonders dankbar. Am Eingang der Werkstatt steht ein kleiner Aufsteller mit Infos für Pannenkunden, was man hier in der Nähe sehen kann, wo eine öffentliche Toilette ist und wo man Lebensmittel kaufen kann. Den Garten mit Tisch und Schaukel darf man ebenfalls nutzen, das machen wir auch. Schließlich wollen wir ja unsere beiden Doraden grillen. Eigentlich will die Dame des Hauses Rasen mähen, als sie uns im Garten sitzen sieht, verschiebt sie das allerdings auf morgen. Sie fragt uns ob wir noch etwas benötigen, will sogar extra noch den Tisch abwischen und bietet uns an, an den „Mirabellen“ im Garten zu bedienen. Abends gesellen sich noch 2 Frauen zu uns, welche im umgebauten PKW unterwegs sind. Die beiden warten auf ihr Ersatzteil und die Reparatur. So haben wir nette Gesellschaft und genießen den letzten Urlaubstag mit unserem Bus in dem schönen Bergdorf Zillis.

Tag 21 – 02.09.2016 Noch eine Panne?

Am nächsten Morgen geht es mit dem PKW weiter. Der Tausch in St. Gallen funktioniert trotz etwas Wartezeit reibungslos. Wir treten die Heimreise an. Wir wollen nicht an einem Stück bis Leipzig fahren, sondern unterwegs noch einmal übernachten. Bei Freunden in der Region Bayern klappt es dieses Mal leider nicht, deswegen suchen wir uns via  Internet eine kleine Ferienwohnung in der Nähe von Wolnzach. Dank dem Vergleichsportal Booking.com* ist die Unterkunft schnell gebucht und wir machen uns auf den Weg. Angekommen an der Ferienwohnung stehen wir vor verschlossener Tür. Telefonisch ist auch niemand erreichbar. Na super! Wir klingeln beim Nachbar und fragen nach. Die freundliche Nachbarin schickt uns in das Wohnhaus des Vermieters, aber auch da ist niemand zuhause. Als sie unseren Misserfolg bemerkt, fragt sehr hilfsbereit weiter bei den Kindern des Nachbarhauses, welche die Kinder der Reinigungskraft sind. Gefühlt haben wir nun die komplette Nachbarschaft mobil gemacht und stehen immer noch vor verschlossener Tür. Nach fast einer Stunde kommt ein Auto um die Ecke und, ja, es ist der Vermieter. Wir sind erleichtert und beziehen als erste Bewohner überhaupt für eine Nacht diese wunderschöne Ferienwohnung. Nach einer viertel Stunde klopft es und der Vermieter bringt mit einer Entschuldigung auf den Lippen ein 6-Pack Bier vorbei und wünscht uns einen schönen Abend. Wir grillen die Reste unseres Vorrates und genießen den milden Abend, bevor wir in das bequeme Bett fallen.

Tag 22 – 03.09.2016 Die letzten Meter

Die letzen Meter, oder besser Kilometer verlaufen problemlos. Wir fahren bis Leipzig, geben das Fahrzeug am Flughafen in Leipzig wieder ab und fahren nach Hause.

Knapp 2 Wochen später kommt der Bus und ist bis auf 2 Kratzer an der linken Seite unversehrt. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Kopfdichtung doch keinen Schaden genommen hatte, sondern eine Schraube der Halterung des Wasserpumpengehäuses abgerissen war und die Hitze im Motor durch Kühlwasserverlust eintrat. Also alles halb so schlimm.

FAZIT

Korsika, wir kommen wieder! Trotz mehrerer kleiner Pannen und einer Großen war es eine wunderbare Reise. Schöne Strände, tolle Landschaft und nette Bekanntschaften machten diese Reise wieder einmal zum besonderen Erlebnis für uns. Ein Lob an die Mitarbeiter vom ADAC, welche uns wiedereinmal sehr gut und kompetent geholfen haben.

Unsere Reiseroute von Bonifacio – Korsika bis Leipzig

Hast du Lust auf Korsika bekommen und keinen eigenen Bulli? Dann miete dir doch einen. In dem Wohnmobil Guide von Erento findest du alles, was du darüber wissen musst und noch mehr.

 

Gewinnspiel: Unsere Pannen werden zu eurem Vorteil

Wir freuen uns, dass ihr so zahlreich unseren Blog besucht und unsere Reiseberichte lest. Deshalb bekommt der erste Leser, der die Richtige Anzahl an „Urlaubspannen und Missgeschicke“ während unserer Korsika Reise als Kommentar unter diesen Bericht schreibt und benennt, ein Korsika Urlaubspaket  mit Land- und Wanderkarten, Prospekten etc. zugeschickt. Also viel Spaß beim Zählen. (Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.)

Hast du…

… auch schon die schönsten Stellen Korsikas besucht?
… Korsika in deiner Reiseplanung?
… Tipps und Anregungen fürs nächste Mal?

Dann schreibe jetzt einen Kommentar!

*Affiliate Links

8 comments on “Ein Roadtrip durch Korsika Teil 3Add yours →

  1. Oh weia. Da kommt schon was zusammen auf eurer Reise. Zuerst wurde eure Batterie nicht richtig geladen und es musste ein Kabel erneuert werden. Dann ging das Display eurer Kamera kaputt sehr ärgerlich. Ein Motor ist auf dem Boot ausgefallen ( Gott sei Dank dieses allen nicht eurer vom Bulli ) dann waren eure Bremsbeläge runter. Euch hat vermutlich die Zylinderkopfdichtung im Stich gelassen und beim beziehen eurer Ersatzunterkunft standet ihr zu guter letzt vor verschlossener Tür. Das sind 6 Pannen. Ich hoffe ihr könntet es trotzdem genießen ( aber das klingt ganz danach). Liebe Grüße Kerrin

    1. Liebe Kerrin,
      ja unseren Urlaub haben wir trotzdem genießen können und es war sicherlich nicht unser letzter Besuch auf Korsika. Wir hoffen dein kleines Reisepaket ist bereits angekommen und es sind ein paar nützliche Infos dabei. Alles Liebe Katrin & Henry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*