2012 Reisebericht Frankreich Loiretal

Tag 1 – 31.08.2012 Frankreich – Loiretal – Île d’Olèron

Wir fahren nach Frankreich und wollen uns das Loiretal anschauen. Weiter zur Insel Île d’Olèron und entlang der Atlantikküste Richtung Süden. Wir starten 16:11 Uhr in Leipzig mit einem Kilometerstand von 57.152 KM. Auf ins Warme. (hoffentlich)

Tag 2 – 1.9.2012 Frankreich wir kommen

Die letzte Nacht verbrachten wir auf einem Autohof kurz vor Frankfurt am Main. Bis hierher sind wir, um Zeit zu sparen, direkt auf der Autobahn gefahren. Wir überqueren die deutsch-französische Grenze und machen unseren ersten Stopp in Strassbourg. Ein bisschen Stadtrundgang und ein Crêpe mit Nutella auf die Faust und weiter geht es zu unserem heutigen Schlafplatz bei Mont Ste. Odile. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, wie erhofft.

Tag 3 – 2.9.2012 Eine unruhige Nacht

Fangen wir kurz mit der letzten Nacht an. Den Schlaf raubten uns eine Gruppe Jugendliche, die sich ohne für uns nachvollziehbaren Grund, mitten in der Nacht auf diesen Parkplatz stellten. Zuerst rauchten sie nur und hörten Musik um einige Zeit später im Wald zu verschwinden. Es war übrigens ca. 2:00 Uhr nachts. Nach ca 30 Minuten tauchten sie wieder auf um dann endlich zu verschwinden. Für uns war dabei gruselig, dass sie zu dritt in den Wald gingen und zu viert wieder kamen. Naja lieber mit einer Person mehr aus dem Wald als mit einer Person weniger …
Der Rest der Nacht blieb ruhig und wir konnten noch ein bisschen schlafen. Der erste Stopp am Morgen war auf der Burg „Haut-Koenigsbourg“ im schönen Elsaß. Der geplante Halt in Ribeauvillè wurde wegen Parkplatzmangel beim Stadtfest auf unbestimmte Zeit verschoben.
Weiter auf der Fahrt ins Loiretal lag unser heutiger Schlafplatz auf einem WoMo-Stellplatz in Gurgy am Ufer der Yonne. Zwar waren wir nicht allein, aber dafür nach der letzten nicht so ruhigen Nacht, eine willkommene Abwechslung. Die Sonne hat sich am Abend sogar blicken lassen, so konnten wir auch noch die Campingstühle samt Tisch heraus holen und nach dem Abendbrot eine Runde Canasta spielen. Langsam stellt sich das Urlaubsfeeling ein.
Stellplatz:
Rue du Halage
89250 Gurgy
Koordinaten: 47°51’48’’N, 03°33’13’’O

Tag 4 – 3.9.2012 Auf ins Loiretal

Nach einem leckeren Frühstück bei gutem Wetter ging es für uns kurz vor dem Mittag weiter in das Loiretal. Die Fahrt führte durch Orleans weiter Richtung Chaumont sur Loire. Angekommen auf einem kleinen süßen Campingplatz direkt am Fluß gab es ersteinmal eine Dusche und lecker Mittagessen.

Anschließend ging es per Fahrrad zur ersten Schlossbesichtigung. Heute stand das Schloss Chaumont auf dem Plan. Wir entschieden uns allderings nur das Schloss von außen zu besichtigen und bewunderten anschließend die gerade im Schlossgarten stattfindenden Garten-Kunst-Ausstellung.

Tag 5 – 4.9.2012 Radtour zum Château de Chambord

Heute entschlossen wir uns zu einer etwas größeren Fahrradtour als gestern. Das Ziel ist Schloss Château de Chambord. Laut Touristeninfo wäre es wohl je Strecke ca. 40 km. Auf der Karte sah es allerdings deutlich kürzer aus. 😉

Reisetipp für das Loiretal:
unbedingt das Schloss Château de Chambord besichtigen

Start war gegen 11:00 Uhr. Leicht hügelig über Dorfstraßen, bestens ausgeschilderte Fahrradwege mit toller Aussicht waren wir gegen 15:00 Uhr am Schloss. Weil es doch für uns ungeübte Radler ganz schön anstrengend war, beschlossen wir beim Mittagessen mit dem Linienbus zurück zu fahren. Laut der Dame an der Information am Schloss wäre dies kein Problem und der letzte Bus sollte 17.00 Uhr fahren. Mit einem ruhigen Gewissen haben wir dann also das Schloss besichtigt.
Angekommen an der Bushaltestelle gab es dann für uns das böse Erwachen. Beim Versuch des Einsteigens lehnte der Busfahrer freundlich aber bestimmt ab. Entweder ohne Fahrrad oder gar nicht. Also entschieden wir uns den Rückweg auf dem Rad anzutreten. Ohne Licht am Fahrrad und auch die Zeit ein wenig im Nacken. Erstaunlicherweise waren wir auf dem Rückweg sogar 1h schneller als auf dem Hinweg. Stolz und erschöpft nach gemessenen 75km Radtour gab es noch schnell Abendbrot und anschließend zeitige Nachtruhe.

Tag 6 – 5.9.2012 Schloßbesichtigung

Aufgrund zunehmender Gliederschmerzen und Radtournachwehen entschieden wir uns, zum nächsten Schloss mit dem Bulli zu fahren. Heute stand das Wasserschloss Château de Chenonceau und anschließend das „Dornröschen Schloss“ Le Château d’Ussé auf dem Programm. Beide Schlösser sollte man sich anschauen, obwohl uns beiden eindeutig das Wasserschloss besser gefiel.

Tag 7 – 6.9.2012 Vannes und Carnac

Auf dem Weg nach Carnac gab es Mittagessen in Vannes. Mit unseren schlechten Französischkenntnissen bestellten wir ein uns unbekanntes und unausprechbares Gericht. Zu unserer Überraschung war dieses sehr lecker. Sollte man öfter machen.
Carnac ist für die vielen stehenden Steine aller Größen bekannt. Uns erinnert das an viele gesehene „Megalithic Tombs“ während unserer Irlandreise. Kann man also einmal gesehen haben, muss man aber nicht.
Weiter führt uns der Weg zu unserem Schlafplatz auf der Saint-Pierre-Quiberon. Leider und überraschend war dieser schon voll und so ging es für uns weiter. Nach langem Suchen gab es dann doch noch einen erstklassigen Schlafplatz dirket am Meer. Der Schlagbaum bei 1.90m war dann doch etwas höher und so konnten wir uns mit etwas Millimeterarbeit durchzwängen. Mit Meeresrauschen und Meerblick in den Abend, einfach unbezahlbar.

Tag 8 – 7.9.2012 La Rochelle

Nach einem reichhaltigen Frühstück am Strand machten wir uns auf den Weg nach La Rochelle. Die Hafenstadt ist bekannt für seine zwei Türme im Hafen. Sehr schöne Stadt, obwohl unserer Meinung nach nicht ganz so schön wie Vannes. Nachdem wir uns dank unseres neuen Hobbys Geocaching noch etwas die Zeit vertrödelt hatten, machten wir uns am Abend wieder auf die Suche nach einem schönen Übernachtungsplatz. Da in Frankreich bei einigen Stellplätzen keine deutschen Kreditkarten funktionieren, mussten wir dann vor dem Stellplatz übernachten. War aber durchaus in Ordnung für diese eine Nacht.

Tag 9 – 8.9.2012 Boyardville

Angekommen in Boyardville auf der Île d’Oleron ging es für uns erst mal auf den Campingplatz. Essen, schlafen, duschen, und eine kleine Radtour in die Stadt. Unterwegs noch ein paar Fotos gemacht und dann ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Entspannung pur.

Tag 10 – 9.9.2012 Radtour auf Ìle d`Oleron

Des etwas kühlere Wetter veranlasst uns zur erneuten Radtour. Wir suchten uns eine gemütliche Runde quer über die Insel. Mit wenig Hügeln und guten Radwegen ist Île d’Oleron eine tolle Insel zum Fahrradfahren. Vor dem Abendessen ging es nochmal an den Strand um von hier aus Fort Boyard bei Nacht zu sehen.

Tag 11 – 10.9.2012 Saintes und Cognac

Heute steht als erster Stopp Saintes auf dem Plan. Zu sehen gab es für uns, bei Nieselregen, die Kampfarena aus der Zeit der Römer. Danach ging es weiter nach Cognac. Nach einem Spaziergang am Fluss haben wir uns für die Führung in der Hennessy Distillerie entscheiden. Nach dem Rundgang im Museum, bei dem man an Beispielen den Destilierungsprozess erklärt bekommt, kommt man in das Lager der Grand Reserve. Anschließend wird man noch in einen Souveniershop geführt, in dem man das so eben bestaunte „Wässerchen“ käuflich erwerben kann. Lohnt sich für alle, die schon immer wissen wollten, wie der bekannte Hennessy Cognac hergestellt und verblendet wird.
Anschließend geht es für uns weiter Richtung Bordeaux. Unser Schlafplatz liegt bei der Stadt Mortagne-sur-Gironde.
Stellplatzadresse:
Port de Plaisance
Quai des Pêcheurs
17120 Mortagne-sur-Gironde
Koordinaten: 45°28’29’’N, 00°47’53’’W
Ein ruhiger Stellplatz in der Nebensaison.

Tag 12 – 11.9.2012 Dune du Pilat

Angekommen in Bordeaux. Kleiner Stadtrundgang. Nett  gesehen zu haben, aber uns zieht es weiter, irgendwie mögen wir die kleinen Bergdörfer lieber als die großen Städte. Danach geht es zur Dune du Pilat, die größte Wanderdüne in Europa. Ein Muss für jeden Frankreichurlauber. Wir möchten gerne einen Tag hier verbringen und übernachten auf dem Campingplatz Panorama du Pyla. Der Campingplatz ist ideal um direkt zur bzw. auf die Düne zu wandern. Außerdem starten hier gefühlt hunderte von bunten Paragleitern. Ein wahnsinnig toller Anblick. Sollte man gesehen haben.
Wir verbringen den restlichen Tag auf der Düne und „vertrödeln“ die Zeit bis zum Abend.

Tag 13 – 12.9.2012 Biarritz

Wir verlassen den Campingplatz an der Dune de Pilat in Richtung Bayonne und Biarritz. Beim Verlassen des Platzes gibt es, auf Grund einer losen Abdeckung am Schnittgerinne, den ersten Kratzer am Baby. Da war die Stimmung natürlich erst einmal dahin. Je näher wir der Surf Metropole Biarritz kommen, desto mehr Bullis sehen wir auf der Straße. Das Wetter ist eher mäßig. Wir fahren ein wenig die Küste entlang und suchen einen Parkplatz. Zwischen mehreren Campingmobilen dann doch einen Platz gefunden, schlendern wir an der Strandpromenade entlang und beobachte die Surfer im Wasser. Versprochen wurden im Reiseführer bis zu 4m hohe Wellen. Davon war an diesem Tag leider nichts zu sehen. Noch eine Kugel Eis für 4,-€ und dann zurück zum Bulli. Da angekommen finden wir hinter dem Scheibenwischer noch eine Einladung zum Mauerbuffet. Leider mussten wir aus Zeitgünden ablehnen, es war ja schließlich noch kein Stellplatz für die Nacht gefunden. Dieser ließ aber nicht allzu lange auf sich warten. Ein Stück landeinwärts ließen wir uns zwischen einigen anderen Bullis auf einem Surferparkplatz nieder und verbrachten eine ruhige Nacht.

Tag 14 – 13.9.2012 Entlang der Pyrenäen

Die letzte Nacht haben wir auf einem Parkplatz zwischen anderen Bullis verbracht.
Wegen des schlechten Wetters haben wir uns entschlossen die Atlantikküste zu verlassen und entlang der Pyrenäen ans Mittelmeer zu fahren. Circa 460km später und bei starkem Wind sind wir dann unbeschadet in Perpignan angekommen. Geschlafen haben wir auf einem Platz in Salse Le Chateau.

Tag 15 – 14.9.2012 Montpellier

Es stürmt weiterhin und wir fahren nach Montpellier. Vorbei an unzähligen Weinbergen bleibt sogar noch Zeit für einen kurzen Traubenstopp. Angekommen in der schönen Stadt Montpellier stimmt auch das Wetter wieder. Kleine Gassen und süße Straßencafès machen diese hügelige Stadt aus. Beim Stadtbummel finden wir dann unsere columbianische Hängematte, die uns fortan stetig auf unseren Reisen begleiten soll. Da bekommt das Wort im Urlaub abhängen gleich einen noch tieferen Sinn:) Schlafplatz gab es vor dem Campinglatz für den nächsten Tag.

Tag 16 – 15.9.2012 Rumhängen, na endlich!

Direkt nach dem Aufstehen haben wir auf dem Campinplatz Plage Marseillan engecheckt. Schöner Platz mit einzelnen Parzellen und direktem Zugang zum Strand. Auch Bäume für die neue Hängematte sind da. Nur leider noch keine Seile und keine Karabinerhaken. Nach dem Mittagessen auf dem Platz schwangen wir uns auf die Drahtesel und fuhren entlang der Küste nach Sète. Beim Spaziergang durch diese verträumte Stadt entdeckten wir am Hafen tatsächlich einen kleinen Laden für Fischerbedarf. Wenn die keine Seile und Karabiner haben, wer dann?
Gesagt getan und dann zurück zum Campingplatz und bei Dämmerung die Hängematte zum ersten Mal aufgehangen. Das ist Urlaubsfeeling Plus! Nach dem Abendbrot noch ein paar Stunden in der Hängematte abhängen und dann ab ins Bettchen.

Tag 17 – 16.9.2012 Mit dem Motorboot auf dem Mittelmeer

Gestern haben wir vor der Radtour eine Bootsfahrt im Nachbarort gebucht. Durchs Telefon auf Englisch gar nicht so einfach und unsere Kreditkartennummer durchs Telefon sagen damit die Kaution abgebucht werden kann, war auch ein bisschen seltsam, aber hat ja alles geklappt. Sans Permit, also ein Motorboot, welches man auch ohne Bootsführerschein fahren darf. Nicht sehr schnell aber super schön, zum Baden aufs Meer zu fahren und dort hinein zu springen. Und der Ausblick ist auch nicht zu verachten. Kann man mal gemacht haben.

Tag 18 – 17.9.2012 Gorges du Tarn

Ganz entspannt geht es für uns heute zum Tarn. Unser Ziel liegt direkt in den Schluchten Gorges du Tarn und heißt La Malène. Hier sind wir bei unserer ersten Tour 2010 schon einmal durchgefahren und wollten unbedingt noch einmal herkommen. Ein kleines süßes Dorf direkt am Fluss mit einem kleinen Camping Municipal. Toller Platz. Den weiteren Tag verbrachten wir mit exzessivem Rumhängen.

Tag 19 – 18.9.2012 Paddeln auf dem Tarn

Geheimtipp für den Tarn in Frankreich:
Bucht eine Paddeltour mit dem 2er Kajak den Tarn entlang.

Im Kajak ließen wir uns heute entspannt am Tarn oder besser auf dem Tarn entlang treiben. Kajak gibt es bei verschiedenen Verleihstationen im Ort. Man fährt mit dem Kajak bis zu einem speziellen Ausstiegspunkt und wird dort mit dem Transporter abgeholt und zum Ausgangspunkt gebracht. Sehr schöne Tour und wirklich zu empfehlen.

Tag 19 – 19.9.2012 Adieu France

Da sich die Urlaubszeit langsam dem Ende nähert machen wir uns heute auf den Heimweg. Wir haben uns für den Rückweg über die Route des Grandes Alpes bis in die Schweiz entschieden. Sehr bergig und mit unglaublichen Panoramablicken geht es durch die französischen Alpen. Bei bestem Wetter, genießen wir die Fahrt mit unserem Baby. Den Schlafplatz fanden wir auf einem größern Parkplatz am Straßenrand mit etwas Schräglage.

Tag 20 – 20.9.2012 Heimfahrt über die Alpen

Bei nächtlichen Temperaturen von geschätzten 5°C war (noch ohne Standheizung) war es mit dem Schlafen in der sommerlichen Bettwäsche doch schwieriger. Daher entschlossen wir uns auf das nahe gelegene Platteau zu fahren und da zu frühstücken. Bei bestem Sonnenschein genossen wir das Frühstück und machten uns auf den Weg über die Alpen. Dabei passierten wir unter Anderem den Col de Aravis mit 1487m ü.M., welcher uns bei klarem Himmel mit Sonnenschein begrüßt hat. Da mussten wir doch glatt noch eine Souvenierpause machen. Weiter am Genfer See entlang, auf der Landstraße durch die Schweiz bis nach Willingen, wo wir nach einem enspannten Saunaabend auf dem Parkpplatz der Therme übernachteten.

Tag 21 – 21.9.2012 Letzte Etappe

Tag der Heimfahrt. Von Willingen aus über die Autobahn bis Leipzig. Ankunft ca. 14.30 Uhr mit einem Kilometerstand von 62.025.

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