Panorama Meteora Kloster

2023 Roadtrip Griechenland mit Kindern Elternzeit Teil 4

Mehr als einen Monat sind wir nun schon mit unserem Bulli Richtung Griechenland unterwegs. Sechs Länder haben wir dabei schon durchquert und viele Abenteuer erlebt. Im letzten Artikel haben wir euch über unsere Reise durch Albanien berichtet. Hier geht es nun nahtlos weiter:

Tag 33 – Mi 7.6. Von Albanien ins griechische Gebirge


Der Grenzübergang von Albanien nach Griechenland war – wider Erwarten – total entspannt. Kein Stress, keine langen Gesichter,einfach durchgewunken. Nun warten neue Abenteuer auf uns, aber dafür benötigen wir noch etwas Kleingeld. Den nächsten Geldautomat gibt es inIoannina. Also ab in die Stadt, kurzer Boxenstopp fürs Portemonnaie. Uns zieht es aber weiter ins Gebirge, genauer gesagt, nach Vradeto, denn wir wollen die VikosSchlucht bestaunen. Auf dem Weg nach oben entdecken wir einen kleinen Feldweg. Perfekt für eine Mittagspause im Grünen. Kaum stehen wir, hält ein älterer Herr mit seinem Auto neben uns und fragt, ob wirHilfe brauchen. Wir verneinen freundlich – und werden aber prompt in seinen Garten eingeladen. Andreas, ein waschechter Grieche mit Vergangenheit als Lkw-Fahrer in Deutschland, führt uns stolz durch seinen Biogarten. Alles selbst gezogen – vom Samen bis zur Zwiebel. Apropos Zwiebel: Beim Setzen darf Flora gleich mithelfen. Als Dank gibt’s drei frische Eier aus eigener Hühnerhaltung und ein paar Hühnerfedern. So geht griechische Gastfreundschaft
Gestärkt und beseelt geht es nun also wir weiter bergauf – der Bulli schnurrt sich tapfer hoch auf knapp 1.240 Meter. Wir parken direkt vor dem Hotel Balkoni Zagoriou. Bevor wir überhaupt aussteigen können, kommt der Besitzer schon raus und winkt freundlich, das wir hier parken und auch übernachten können. Er hätte uns sogar mit Strom und Wasser versorgt. Aber wir hatten eh vor direkt im Hotel zu schlafen. Wir buchen ein Zimmer mit Doppelbett und Schlafsofa ink. Frühstück für 65,- €. Ein kurzer Spaziergang durch Vradeto bringt uns zu einemliebevoll dekorierten kleinen Laden. Flora bekommt ein Eis. Während Katrin in der oberen Etage durch Schmuck und Deko stöbert – und wird fündig: Eine Kette für Mama, ein Blumenkranz für Flora und ein schöner Plausch mit der Ladenbesitzerin inklusive.
Zurück am Hotel begegnen wir noch ein paar anderen Bergfreunden aus Chemnitz. Wir essen im hoteleigenenRestaurant bei einem grandiosen Ausblick. Danach geht’s ab aufs Zimmer. Flora kann nicht einschlafen. Also gibt’s noch eine lange Gute-Nacht-Session mit Geschichten, Kichern und dem einen oder anderen Gähner. Ein perfekter Reisetag – mit offenen Türen, vollen Bäuchen und warmen Herzen.

Tag 34 – Do. 8.6. Wanderung zum Vikos-Aussichtspunkt – mit unerwartetem Abflug

Leider war die Nacht im Hotel nicht ganz so erholsam wie erhofft. Irgendwann am Abend fiel uns nämlich auf, dass Griechenland eine Stunde Zeitverschiebung zu Albanien hat – hätten wir vielleicht vorher googeln können. So war alles ein bisschen durcheinander: Schlafenszeit zu spät, Aufwachzeit zu früh. Nach einem ordentlichen Frühstück schultern wir die Rucksäcke und machen uns auf den Weg zum Belói-Aussichtspunkt in der Vikos-Schlucht. Erst geht’s gemütlich über einen Schotterweg, dann durch blühende Wiesen. Alles summt und grünt. Am Aussichtspunkt haut uns der Blick regelrecht um. Tief unten die Schlucht, drumherum Felsen, Wälder, Weite. Wir holen die Drohne aus dem Rucksack – eigentlich wollten wir nur prüfen, ob alles funktioniert. Tja… funktionierte wohl nicht ganz so, wie gedacht. Kurz darauf ein Piepen, Verbindungsabbruch, dann Stille. Und irgendwo in der Tiefe: unsere treue Begleiterin auf ihrem letzten Flug. Mehrere Versuche, sie wieder aufzuspüren oder eine Verbindung aufzubauen, bringen genau: nichts. Wir stehen da, schauen in die Tiefe, sagen nichts. Ein bisschen wie beim Abschied von einem guten Freund. Etwas bedröppelt treten wir den Rückweg zum Bus an. Keiner hat mehr so richtig Lust auf Smalltalk. Der Nachmittag bringt uns nach Ioannina, auf einen Campingplatz direkt am See. Wir lassen es ruhig angehen. Flora spielt, Katrin sortiert Bilder, und Henry taucht ab in die Tiefen des Internets – auf der Suche nach einer neuen Drohne. Vielleicht irgendwo in Griechenland, vielleicht auch erst zurück in Deutschland.

Tag 35 – Fr.9.6. Auf zu den schwebenden Klöstern

Das Wetter ist eher so „geht so“, aber immerhin: es ist angenehm warm. Wir starten den Tag gemütlich mit einem guten Frühstück. Die Stimmung: leicht verschlafen – was sicher auch an der Zeitverschiebung liegt. Erst am späten Vormittag rollen wir los – direkt zum Campingplatz in Vrachos. Am Fuße der schwebenden Meteora-Klöster. Für 29,- Euro checken wir ein. Der Platz ist ruhig, schön gelegen – und: Der Pool ist offen! Nach einem späten Mittagessen schmeißen wir uns also in die Badesachen und hüpfen rein. Naja… fast alle. Für Alfred ist das Wasser dann doch „zu frisch“. Zum Essen gibt es Nudeln für die Kids, Rosmarinkartoffeln und albanische Cevapcici für die Großen. Letztere haben wir noch im Kühlschrank gefunden – quasi eine kulinarische Brücke zurück nach Albanien. Heute stellen wir zur Abwechslung mal den Wecker. Morgen früh geht’s zu den berühmten Meteora-Klöstern.

Tag 36 – Sa. 10.6. Besichtigung der Klöster

Der Wecker klingelt 7.30 Uhr. Ja, der Wecker. Und das im Urlaub.
Wir frühstücken im Eiltempo und packen unser Wandergepäck. 9.00 Uhr fährt der Shuttlebus direkt vom Campingplatz zu den Meteora-Klöstern – und wir sind natürlich deutlich pünktlicher als der Bus selbst. Wir fahren bis zum obersten Koster, dem Kloster Metamórphosis (oder Megálo Meteóro).
Das größte und älteste der Klöster, die Aussicht ist super. Obwohl wir sehr zeitig unterwegs sind, ist schon eine lange Schlange am Eingang zu sehen. Wir halten also zuerst an einem der Souvenirstände und kaufen einen Magneten. Dann besprechen wir die Lage – und entscheiden, das zweite Kloster zu besichtigen. Der Weg führt uns bergab entlang der Straße, vorbei an Felsen und Fotospots, bis zum nächsten Kloster, dem Kloster Varlaám. Der Eintritt kostet 3,- €. Hier gibt es eine schöne Terrasse mit Pavillon. Außerdem sehen wir, wie früher Menschen und Vorräte in Netzen am Seil nach oben gezogen wurden. Krass, was die Mönche da alles geleistet haben – ohne Aufzug. Nach der Besichtigung geht’s wieder weiter: ein schattiger Pfad (der Mönchspfad) durch den Wald führt uns bergab zur Straße. Dort picknicken wir stilecht auf einer Mauer, bevor es wieder hinaufgeht – zum Frauenkloster Rousánou. Auch hier ist ein Eintritt von 3,- € fällig, und für Flora kaufen wir ein kleines buntes Tuch – Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Nach der Besichtigung wandert natürlich noch das eine oder andere Andenken mit in den Rucksack. Am Ausgang des Kloster steigen wir noch ein letztes Mal über eine steile Treppe nach oben, bis wir an dem „Viewpoint“ der Region ankommen. Auch wir machen hier einen Fotostopp mit Panorama, dann geht’s auf die Suche nach dem Einstieg in den Wanderweg hinunter. Nach ein paar Irrwegen (Wegweiser sind hier offenbar optional) finden wir schließlich den Einstieg in den Meteora Trail Run. Anfangs steil und rutschig, später angenehm durch schattigen Wald. Die roten Punkte führen uns vorbei an Kletterrouten und alten Einsiedlerhöhlen – faszinierend! Nach 11km! Wanderung kommen wir in Kastraki an. Diese Strecke sind wir heute gelaufen. Die anderen Klöster besuchen wir nicht mehr. Für alle James Bond Fans das Kloster Agía Triáda diente als Drehort für den Film „tödliche Mission. Hier erhaltet ihr alle wichtigen Infos rund um die Klöster. Als Belohnung essen wir ein Eis und stärken und mit kühlen Säften. Zum Abendessen geht’s in die Taverne am Campingplatz. Leider fängt es beim Essen an zu regnen – aber das stört uns nicht mehr. Wir sind satt, zufrieden und müde. Ein wirklich toller Urlaubstag geht zu Ende.

Tag 37- So. 11.6. Es geht auf die Insel Lefkada

Heute geht’s weiter – der Entdeckerdrang ruft!
Trotzdem lassen wir’s gemütlich angehen und starten erst gegen 10:30 Uhr vom Campingplatz. Noch schnell ein paar Einkäufe erledigen, volltanken, ein letzter Blick zurück… und schon ist’s 11:30 Uhr, bis wir endlich auf der Straße sind. Die heutige Etappe hat’s in sich: gute drei Stunden stehen auf dem Navi. Alfred macht’s uns zum Glück leicht – er schläft ziemlich lange, also können wir erst mal zwei Stunden durchziehen. Pause machen wir dann an einer Autobahnraststätte. Es gibt Sandwiches für alle – nicht fancy, aber effektiv. Gegen 14:30 Uhr rollen wir weiter. Alfred meldet sich diesmal etwas häufiger – aber mit ein bisschen Bespaßung geht’s dann irgendwie. Als wir um 16 Uhr am neuen Campingplatz ankommen, sind alle etwas platt. Vor allem Alfred. Während Henry den Bus ausräumt und alles aufbaut, schuckelt Katrin den kleinen Mann im Kinderwagen in den Schlaf. Danach springen wir noch mal alle gemeinsam in den Pool – zur Belohnung und zur Erfrischung. Duschen, trockene Klamotten, was Kleines zu essen… und dann klingt der Abend langsam aus.

Tag 38 – Mo. 12.6 Stadtbesichtigung Lefkada Stadt

Nach dem Frühstück schnappen wir uns den Rucksack, schnallen Alfred in den Kinderwagen und nehmen Kurs auf Lefkada. Laut Karte: ca. 40 Minuten Fußmarsch. Der erste Teil des Weges führt direkt an einer recht stark befahrenen Hauptstraße entlang. Schön ist anders. Nach etwa der Hälfte weichen wir auf einen schmalen Gehweg aus – und freuen uns über jedes bisschen Schatten. Wir entdecken unterwegs sogar sowas wie eine T3-Schrauber-Werkstatt, zum Glück haben wir aktuell keinen Bedarf. Statt direkt ins Zentrum zu laufen, schlagen wir den Weg entlang des Hafens ein. Nicht unbedingt die beste Idee. Überall liegt Müll herum und wir begegnen mehreren Gruppen junger Männer, die recht offensiv betteln. Nicht unbedingt angenehm. In der Innenstadt angekommen ist es sehr schön. Kleine, bunte Häuser, enge Gassen, das klassische Touri-Flair . Wir bummeln ein wenig, lassen uns treiben und kaufen (natürlich!) einen Magneten für unsere Sammlung. Wir machen eine Pause in einem kleinen, gemütlichen Restaurant, gönnen uns einen Brunch. Viel Zeit bleibt danach nicht mehr, denn wir möchten gerne vor 15 Uhr zurück am Campingplatz sein, damit noch genug Zeit für eine Runde im Pool bleibt. Und siehe da – Punkt 14:45 Uhr stehen wir wieder am Pool. Danach ist erstmal Siesta angesagt, der Weg war insgesamt dann doch 12 km. Der Nachmittag wird ruhig. Also chillen wir am Campingplatz, springen noch mal in den Pool, rutschen, spielen, entspannen.

Tag 39 – Di. 13.6. Ein Tag in Vasilki

Wir möchten gern noch einen zweiten Stopp auf Lefkada ansteuern und zwar bei Vasiliki. Am Campingplatz haben wir Glück und ergattern einen richtig schönen Platz – schattig unter alten Olivenbäumen, mit dem Geräusch von Zikaden und Meeresbrise inklusive. Nach dem Aufbau schnappen wir uns die Badesachen und schlendern zum Hafen. Das Zentrum ist klein, aber hübsch. Noch ein Eis für Flora. In einer kleinen, weißen Kiesbucht hüpfen wir endlich wieder ins Meer. Glasklares Wasser, keine Wellen – einfach nur herrlich. So fühlt sich Urlaub an! Am Abend schaukelt Flora in der Hängematte und schläft fast ein. Henry trägt sie im Halbschlaf ins Bett, während die Sonne langsam untergeht.

Tag 40 – Mi. 14.6. Sonne und Strand

Der Tag beginnt gemütlich. Wir frühstücken spät, bringen ein bisschen Ordnung in den Busalltag und lassen alles ganz entspannt angehen. Irgendwann packen wir die Badesachen zusammen und schlendern – wie gestern – zur kleinen Bucht auf der anderen Seite der Stadt. Der Weg entlang des Hafens ist vertraut, das Wasser funkelt, die Sonne wärmt. Alfred schläft im Kinderwagen ein. Und wir machen es uns in unserer Strandmuschel bequem. Gegen 13 Uhr gibt’s ein kleines Mittagsvesper direkt am Meer. Danach gönnen sich Mama und Papa eine Runde im kühlen Wasser. Flora bleibt lieber draußen – ihr ist’s noch etwas frisch – und spielt lieber mit Alfred am Strand bzw. in der Muschel. Gegen 15:30 Uhr packen wir langsam zusammen. Alfred schläft tatsächlich noch einmal friedlich im Kinderwagen ein während der Rest der Truppe sich ein riesiges Eis gönnt. Außerdem kaufen wir noch einen Magneten. Am Abend gehen wir nochmal in die Stadt und essen im einem Restaurant direkt am Hafen. Unser Abendspaziergang führt uns noch entlang des Surfstrandes. Hier macht Flora noch ein paar Trockenübungen.

Was man mit einer kaputten Kupplung in Griechenland macht, lest ihr im nächsten Beitrag

Eine detailiterte Zusammenfassung und Aufstellung der Kosten findet ihr bereits hier:

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