Abschlussfoto: Neuer LiFePO4-Akku im T3, Sitz montiert, alles einsatzbereit

LiFePO4 im VW T3: Unsere Erfahrungen mit 100 Ah nach einem Jahr

Vor knapp einem Jahr haben wir unsere alte 56-Ah-Gelbatterie gegen eine Supervolt Compact SE 100 Ah LiFePO4* getauscht. Warum wir uns für die Batterie entschieden haben, wie sie in den Sitzkasten unseres VW T3 passt und was wir beim Einbau geändert haben, haben wir bereits ausführlich in unserem Beitrag über die Supervolt Compact SE 100 Ah im VW T3 beschrieben.

Damals fehlte uns allerdings noch etwas Entscheidendes: die Erfahrung. Mittlerweile waren wir mit dem Bulli im Sommerurlaub drei Wochen unterwegs, im Frühjahr eine Woche und dazu kamen einige Treffen und Campingwochenenden. Zeit also für ein erstes Fazit.

Hinweis zur Kooperation: Die Batterie wurde uns im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt. Unsere Erfahrungen nach knapp einem Jahr Nutzung schildern wir hier unabhängig davon.

Was muss die Batterie bei uns eigentlich leisten?

An unserer Aufbaubatterie hängt einiges. Der größte Dauerverbraucher ist unsere schon etwas ältere Waeco-Box CF35 Kompressor-Kühlbox. Dazu kommen Handys, Lichterketten und verschiedene Geräte, die wir über USB laden – beispielsweise GoPro, Kamera oder Drohne.

Außerdem haben wir einen 500W-Wechselrichter verbaut. Daran hängt unter anderem unser 500W-Wasserkocher, den wir beim Camping tatsächlich regelmäßig benutzen. An einem normalen Tag läuft er ein- bis dreimal, manchmal auch viermal.

Geladen wird die Batterie hauptsächlich über unsere Solaranlage und während der Fahrt über den Votronic-Ladebooster. Zusätzlich haben wir ein 8A-Ladegerät von Victron an Bord, über das wir bei Landstrom nachladen können.

Der größte Unterschied: Wir denken kaum noch über Strom nach

Das ist nach knapp einem Jahr eigentlich die größte Veränderung.

Mit unserer alten Gelbatterie konnten wir den Wasserkocher einmal benutzen. Danach war erst einmal Schluss und wir mussten warten, bis die Batterie wieder entsprechend geladen war. Heute benutzen wir den Wasserkocher einfach. Kaffee oder Tee machen, Wasser kochen – fertig. Wir denken nicht mehr groß darüber nach, ob wir uns das jetzt noch leisten können.

Ähnlich ist es mit dem restlichen Stromverbrauch. Auf der ersten Reise mit der LiFePO4 habe ich noch ziemlich häufig in die Bluetooth-App geschaut. Mittlerweile kontrolliere ich den Ladezustand vielleicht ein- oder zweimal am Tag. Mehr eigentlich nicht.

Die Bluetooth-Verbindung funktioniert bei uns bisher problemlos und die Werte in der App sind gut ablesbar.

Wie entspannt wir mittlerweile mit dem Thema umgehen, merken wir auch auf Campingplätzen. Selbst wenn Landstrom im Preis inklusive ist, haben wir teilweise gar kein Kabel mehr gezogen. Nicht, weil wir unbedingt autark stehen müssen, sondern weil wir den Strom schlicht nicht brauchen und uns das Kabelziehen sparen können.

Drei Tage bei über 30 °C und kaum Solarertrag

Im Sommerurlaub hatten wir dann eine Situation, bei der die Batterie wirklich zeigen musste, was sie kann.

Wir standen ungefähr vier Tage auf einem Campingplatz unter einem großen Baum. Eigentlich ein schöner Platz bei der Hitze, für unsere Solaranlage allerdings eher weniger. Der Baum hat fast den ganzen Tag Schatten auf die Anlage geworfen. Gleichzeitig hatten wir tagsüber über 30 °C und auch nachts war es noch sehr warm.

Entsprechend viel lief natürlich die Kompressor-Kühlbox. Dazu kamen wie immer Handys, Beleuchtung, USB-Geräte und der Wasserkocher.

Ungefähr drei Tage sind wir unter diesen Bedingungen mit der Batterie hingekommen. Für den vierten Tag mussten wir dann über Landstrom und unser Ladegerät nachladen.

Für uns ist das vollkommen in Ordnung. Gerade bei solchen Bedingungen hätten wir mit unserer alten Gelbatterie deutlich früher über unseren Stromverbrauch nachdenken müssen.

Laden und Winterpause

Beim Laden haben wir gegenüber dem ursprünglichen Einbau nichts mehr verändert. Solar, Ladebooster und unser Victron-Ladegerät funktionieren für unseren Aufbau wie vorgesehen.

Im Winter lade ich die Batterie auf und klemme sie anschließend ab. Damit gehe ich auf Nummer sicher und verhindere, dass sie bei Minusgraden geladen wird. Laut aktuellem Datenblatt gibt der Hersteller für die Supervolt SX100-SEC Compact einen Ladetemperaturbereich von 0 bis 65 °C an. Quelle: Supervolt – Datenblatt SX100-SEC Compact*.

Nach unserer ersten Winterpause konnte ich kaum einen Kapazitätsverlust feststellen. Nach meiner Erinnerung waren es vielleicht 1–2 %, wenn überhaupt. Das war allerdings keine kontrollierte Messung. Der Hersteller gibt für die Batterie eine Selbstentladung von weniger als 3 % pro Monat an. Quelle: Supervolt – technische Daten*.

Eine Änderung gab es doch noch

Eine Sache haben wir während der Nutzung geändert, die allerdings nicht direkt mit der Batterie zu tun hat.

Durch die häufigere Nutzung unseres 500-W-Wechselrichters und des Wasserkochers ist uns bei hohen Außentemperaturen das damals verbaute 40-A-Einschaltrelais durchgebrannt. Das Relais war für diese Belastung zu klein dimensioniert. Mittlerweile haben wir ein größeres Relais verbaut und seitdem funktioniert das problemlos.

Mit der Supervolt* selbst oder dem restlichen Aufbau hatte das nichts zu tun.

Würden wir wieder auf LiFePO4 umrüsten?

Ganz klar: ja.

Der Zugewinn an Komfort und verfügbarem Strom ist für uns wirklich „Gold wert“. Vor allem müssen wir uns im Campingalltag kaum noch Gedanken um unsere Stromversorgung machen. Genau das wollten wir mit dem Wechsel erreichen.

Müssten wir heute eine neue Batterie kaufen, würden wir uns wieder für eine LiFePO4 in dieser Größenordnung entscheiden. Mit der Supervolt Compact SE 100 Ah* selbst sind wir nach knapp einem Jahr sehr zufrieden.

Für unseren Einsatz mit Solaranlage, Kompressorkühlschrank, Wechselrichter und dem Wunsch, möglichst autark unterwegs zu sein, würden wir die Umrüstung jederzeit wieder machen.

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Hast du…

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