Aus dem Fenster

2016 Reisebericht Berge und Meer Teil 1 Südtirol

Unser treuer VW Bus T3 „Baby“ und wir sind wieder auf dem Weg nach Südtirol. Nach unserer langen und kühlen Reise in das wundervolle Norwegen, wollen wir dieses Mal in den Süden reisen. Was wir alles erlebt haben, könnt ihr hier in unserem Reiseblog nachlesen und kommentieren. Viel Spaß.

Tag 1 – Sa. 21.05.2016 Ein echtes Landvergnügen

Stellplatztipp:

Besorgt euch den Landvergnügen Stellplatzführer*. Verbringt wunderschöne Stunden auf vielen schönen Bauernhöfen in Deutschland.

Mit ordentlich abgehakter Packliste starten wir pünktlich 16:45 Uhr, bei einem Kilometerstand von 89.522 KM in Richtung Südtirol. Wir fahren von Leipzig bis kurz nach Hof in Bayern und übernachten auf dem „Landvergnügen StellplatzBienenschwarm in Thierstein. Eine Flasche Bärenfang aus dem Hofladen versüßt uns den Abend.  Dann kann der Urlaub ja los gehen.

Tag 2 –  So. 22.05.2016 Offraod Quad Tour im Bayrischen Wald

Nach dem Ausschlafen fahren wir nach Straubing, hier startet 14.00 Uhr unsere Quad Tour. Wir sind gespannt. Die Tour hält was sie verspricht. Mit einem großen Offroad Anteil genießen wir den actionreichen Nachmittag. Am frühen Abend nehmen wir noch eine Abkühlung im nahe gelegenen Weiher, an welchem wir schon bei unserer Tour mit den Quads vorbei kamen. Herrlich entspannend.

Danach steuern wir auf Bodenmais zu, denn hier erwartet uns morgen schon der nächsten Action Tag. Wir übernachten auf dem Parkplatz an einer Brauerei und schlagen uns den Bauch mit leckeren bayrischen Spezialitäten voll. Eigentlich ganz nett hier, einzig der Stellplatz an sich ist ein bisschen ungünstig gelegen. Wir parken auf dem Parkplatz, auf dem auch alle anderen Gäste parken. So werden wir am nächsten Morgen von einem Reisebus geweckt, welcher die ersten Touristen direkt vor unserer Nase „abwirft“. … da fühlt man sich gleich wir ein richtige Gipsies.

 

 

Tag 3 – Mo. 23.05.2016 Wir fahren Segway

Randnotiz:
Katrin schläft in den ersten Nächten immer etwas unruhig so auch in dieser Nacht. Die Nacht endet gegen 6:00 Uhr und der Morgen beginnt mit einer ca. 1 Stündigen Wanderung durch das angrenzende Waldgebiet, vorbei an Lichtungen, die in der Morgensonne glitzern, einem Bach sowie einer alten Mühle. So idyllisch kann der Morgen starten.

Nach dem Frühstück noch schnell zwei Bier in der Brauerei kaufen und dann geht es auch schon los zu unserer heutigen Segway Tour.  Ein toller Spaß. Wie schnell doch 90 Minuten auf dem Segway vergehen können?! Pünktlich nach unserer Tour fängt es auch schon an zu regnen. In der Hoffnung auf besseres Wetter fahren wir in weiter nach Süden. Es regnet leider ergiebig und Besserung ist nicht in Sicht. Wir suchen uns einen Bauernhof kurz vor der Grenze, stellen uns direkt vor den Acker und verbringen eine regenreiche aber ruhige Nacht.

 

Tag 4 – Di. 24.05.2016 Vom Jaufenpass nach Meran

Wir starten, wie soll es auch anders sein, bei Regen. Unser Roadtrip führt uns über Innsbruck und den Brennerpass nach Südtirol. Wir fahren mit dem Bulli über den schneebedeckten Jaufenpass und werden von freundlichen Motorradfahrern gefragt, ob wir mit Holzkohle fahren. Und das nur wegen ein bisschen Schwarzrauch aus dem Auspuff. „Ja na klar, ist billiger als Diesel.“ Nachdem wir den Pass hinter uns gelassen haben, scheint auch endlich wieder die Sonne, herrlich. Weiter fahren wir durch das Passeiertal bis ins Dorf Tirol. Auf einem kleinen Stellplatz am Schneeberghof parken wir neben vielen größeren Wohnmobilen.(23 Euro/ Nacht)

Reisetipp Meran :
Besichtigt den Schlossgarten des Schlosses Trauttmansdorff

Wir wandern den ca. 30 minütigen Fußweg bis nach Meran. Im Ort angekommen stoßen wir direkt auf den Steinern Steg, welcher der Ausgangspunkt für unseren weiteren Spaziergang ist. Wir möchten auf dem „Sissi Rundweg“ bis zum Schloss Trauttmansdorff wandern, und den Schlossgarten anschauen. Wir wandern durch kleine Gassen und Felder immer weiter Stadtauswärts. Der Weg ist gut ausgeschildert und vom Schwierigkeitsgrad nicht sehr anspruchsvoll. Landschaftlich jedoch zu empfehlen.

Angekommen an der Kasse des Schlossgartens werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir doch schon ganz schön spät sind und in 2 Stunden nur die halbe Ausstellung schaffen würden. Nach kurzer Überlegung gehen wir trotzdem in den Schlossgarten. (Eintritt: Schloss Trauttmansdorff: 12,00 Euro/Person) Das Museum wollen wir nicht besichtigen. Für uns nicht-Botaniker wird die Zeit schon reichen.

So genießen wir die Zeit und schlendern die Wege durch den Schlossgarten entlang. Wie sehen allerhand Blumen, Stauden, Pflanzen und Bäume. Definitiv ein Muss für alle Garten Fans. Pünktlich 19.00 Uhr schließt der Schlossgarten und so schaffen wir auch noch unseren Bus um 19.04 Uhr zurück ins Zentrum. Entlang der Promenade schlendern wir noch ein wenig durch die Straßen und finden ein nettes Restaurant. Jippie! Endlich Spaghetti Vongole für Katrin und Alpenpizza für Henry. Wir wandern bei Dämmerung eine kleine Etappe des durchaus bekannten Tappeiner Weg zum Schneeberghof hinauf und genießen den Abend bei Rhabarbarschnaps und Bärenfang.

Tag 5 – Mi. 25.05.2016 Südtirol hat heute keinen Platz für unseren VW Bus

Gegen Mittag verlassen wir unseren Stellplatz und fahren nach Eppan. Hier möchten wir gern die Eislöcher von Eppan besichtigen.

Eislöcher von Eppan

„Zwischen den Gemeinden Eppan und Kaltern befinden sich die Eislöcher von Eppan.

Das Phänomen wird mit dem physikalischen Prinzip der Windröhre erklärt: Das Gebiet rund um die Eislöcher ist geprägt von Porphyrschuttmassen. An den oberen Öffnungen der Blöcke fließt warme Luft hinein, die am Fels abkühlt. Die kalte Luft strömt anschließend nach unten und entweicht an den unteren Öffnungen der Gesteine als eiskalte Luft. Die Luft erreicht dort eine Temperatur von    0 – 9 ° C.“

Quelle: http://www.suedtirolerland.it

In Eppan  (Ortsteil St. Michael) angekommen parken wir an einem Sportzentrum, was sich auch als Startpunkt unsere Wanderung heraus stellt. Nach einer netten und eigentlich auch ausführlichen Erklärung eines einheimischen mit vielen Geheimtipps machen wir uns also auf den Weg.

Unser Wanderweg führt uns also zuerst zum Gleifhügel. Leider ist der Weg für unseren Geschmack etwas dürftig ausgeschildert und so verlaufen wir uns mehrfach auf dem eigentlich richtigen Weg. Irgendwie finden wir dann doch den richtigen Weg zu den Eislöchern. Wir staunen nicht schlecht über das Naturphänomen.

 

 

Zurück in der Stadt Eppan planen wir noch einen Abstecher zum Kalterer See in Südtirol. Leider sind alle Campingplätze, sowie Stellplätze in der näheren Umgebung restlos überfüllt. Auf einem viel zu kleinen Platz an den Mülltonnen wollten wir auch nicht übernachten. Nach einigem hin und her im Kopf und auf dem Kilometerzähler, fahren wir, wie von einer netten Dame eines Campingplatzes empfohlen, zum Caldonazzo See bei Trento. Damit verlassen wir vorerst Südtirol, aber die 61 Kilometer sind mit dem Bulli in einer knappen Stunde gefahren. Hier angekommen mieten wir uns auf dem Campingplatz Fleiola ein. Bei bestem Sonnenschein und einer herrlichen Aussicht auf den See schlafen wir zufrieden ein.

Tag 6 – Do. 26.05.2016 Paddeln auf dem Caldonazzo See

Wir beginnen unseren Tag mit einem ausgedehnten Frühstück im Freien, mit Rührei und Weißbrot. Die Sonne lacht, also steht die Entscheidung schnell. Wir pumpen unser Kajak* auf, bis zum Wasser sind es nur ein paar Schritte und schon paddeln wir umrandet vom Bergpanorama mitten auf dem Caldonazzo See. Den Nachmittag vertrödeln wir mit Ausruhen. Bereits bei der engen Einfahrt  unter der Brücke hindurch beobachtet, stellt sich ein großer Transporter als Pizzawagen heraus. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens bekommen wir unsere Pizza und verbringen einen ruhigen und genussvoll italienischen Abend am See.

Tag 7 – Fr. 27.05.2016 Auf  zur Seiser Alm

Wir starten ausgeruht und ausgeschlafen zurück nach Südtirol, unser Ziel für heute ist die Seiser Alm.

Seiser Alm 

„Die Seiser Alm (italienisch Alpe di Siusi), ist die größte Hochalm Europas.

Sie liegt in den Südtiroler Dolomiten in Italien, rund 20 km nordöstlich von Bozen und oberhalb der bekannten Tourismus-Orte Seis am Schlern, Kastelruth und St. Ulrich in Gröden.

Die Alm hat eine Größe von 56 km², befindet sich auf einer Höhe von 1680 Meter bis 2350 Meter, und ist eines der größten geschlossenen Hochplateaus in den Alpen.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Seiser_Alm 

Berg auf und Berg ab überholen uns etliche Motorräder. Wir überqueren den Pass Sellajoch mit seinen 2244 Metern ü.M. und fahren entlang des Grödner Tals nach Seis. Hier schlagen wir unser Lager auf dem etwas außerhalb gelegenen Campingplatz „Seiser Alm“ auf. Nach einem ausgiebigen italienischem Mittagessen mit Spaghetti und Pesto starten wir voller Vorfreude zur Seiser Almbahn. Direkt vor dem Campingplatz hält der Bus der uns bis zur Almbahn bringt. Mit unsere Gästekarte (Kurtaxte) ist die Busfahrt gratis.

Es ist ca. 16.30 Uhr als wir an der Talstation der Seiser Almbahn ankommen. Die Fahrt nach oben dauert etwa an halbe Stunde, es wäre dann schon 17.00 Uhr wenn wir oben an der Bergstation ankommen würden. Da die letzte Bahn bereits 18.00 Uhr zurück ins Tal fährt und wir 16,- € pro Person zahlen müssen,  sind uns die 60 Minuten auf der Alm dann doch etwas zu wenig Zeit. Also heben wir uns die Hochalm für morgen auf.

Wir schlendern noch durch die kleine Stadt Seis und wandern vom Ortszentrum zurück zum Campingplatz. Am Anfang war der Weg noch super ausgeschildert, vorbei an einer alten Mühle wandern wir durch saftig grüne Wiesen und Täler, immer mit einem grandiosen Blick auf den Schlern, einen der bekanntesten Felsen in Südtirol. Am Ende war der Weg entweder schlecht ausgeschildert oder wir haben die Markierungen übersehen, auf jeden Fall sind wir dann quer durch den Wald und eine Wiese steil bergauf gestapft. Wohl nicht so zur Freude des Bauern, der uns mit den Worten „Kommts bittschön runter von der Wiesn!“  empfängt.

Wieder am Campingplatz angekommen, lässt Henry all seinen Charm spielen und holt uns die Erlaubnis zum Grillen. Eigentlich ist das Grillen mit Holzkohlegrill hier nicht so gern gesehen beziehungsweise streng verboten. Henry sichert zu, dass wir den Grill mit Wasser löschen und unsere Kohle wieder mitnehmen.  Klaro, machen wir. So steht einem gemütlichen Grillabend nichts mehr im Weg. Wir studieren noch ausgiebig die Wanderrouten und Vorschläge  für die Seiser Alm und gehen dann schlafen.

Tag 8 – Sa. 28.05.2016 Wanderung auf der Hochalm

Hier findet ihr alle wichtigen Verbindung mit Bus und Bahn zur und auf der Seiser Alm.

Pünktlich nach dem Frühstück starten wir mit dem Linienbus zur Seiser Almbahn.  Den Weg kannten wir ja schon von gestern.Wir entscheiden uns für  die Wanderung „Seiser Alm Hochhinaus“. Die Tour geht zur Murmeltierhütte in 2.132 Metern Höhe und weiter bis zur Plattkofelhütte in ca. 2297 Metern.

In der Gondel kommen wir mit zwei anderen Wanderern ins Gespräch, wir erzählen von unserer geplanten Tour, …“ah ja anspruchsvoll„. Wir schauen noch mal in die Beschreibung der Wanderung, stimmt so steht es ja auch da, haben wir wohl gestern irgendwie überlesen. Naja wird schon …

In Saltria angekommen starten wir mit leichter Steigung, bis es wirklich steil nach oben geht. Das treibt uns den Schweiß auf die Stirn. Immer und immer weiter, bis wir an unserem Wanderziel, der Plattkofelhütte mit einem tollen Ausblick belohnt werden.

 

 

Zufrieden treten wir den Rückweg an. Wir genießen den Weg durch den Wald, vorbei am Hexenspielplatz nach unten. Von Saltria aus fahren wir wieder  mit dem Linienbus nach Compatsch. Dort genießen wir noch einmal die letzen Panorama Blicke und Henry kauft sich noch ein Wander Shirt. Anschließend fahren wir mit der Seilbahn wieder zurück nach Seis und heute auch mit dem Linienbus zurück zum Campingplatz.

Details zur Wanderung findet ihr hier.

Hier angekommen möchten wir eigentlich wieder grillen. Vorgestern haben wir dafür extra noch Kohle gekauft, die im Angebot war. Leider blieb der Versuch die Kohle zu entflammen nach ca. 1 Stunde ohne Erfolg. (wahrscheinlich war das der Grund für die billige Kohle). Bei unseren T3 Nachbarn Nikola und Markus ist mit dem Gasgrill schnell Abhilfe für unsere rohes Grillgut geschaffen. Bei ein zwei Runden Rhabarber Schnaps lassen wir den Abend mit den beiden gemütlich ausklingen.

Erschöpft aber zufrieden über unsere heutige Wanderleistung gehen wir schlafen.

Tag 9 – So. 29.05.2016 Die Lüser Alm im Regen

Wir starten in den Tag mit bewölktem Himmel. Kurze Zeit später sind wir auf dem Weg nach Lüsen und es fängt an zu regnen. Angekommen in der Stadt Lüsen ist irgend ein Dorffest, es regnet immer noch.  Wir fahren weiter eine steile und eng Bergstraße hinauf, von hier aus startet die Wanderung zum Astjoch. Auf dem idyllisch gelegenen Parkplatz machen wir, in der Hoffnung auf Wetterbesserung eine ausgedehnte Mittagspause. Nach dem Mittagsschlaf regnet es immer noch. Wir befragen das Wetterorakel, es soll die nächste Woche in Südtirol in allen Gebieten, welche wir uns noch ansehen wollen, nur schlechtes Wetter werden. Wir debattieren, was wir nun machen sollen, … bleiben… fahren … in den Süden … ja aber wohin ….?

Wie unsere Entscheidung ausgefallen ist, gibt es im zweiten Teil von unserem Reisebericht Berge und Meer.

 

Hier findet ihr unsere Route durch Südtirol zum Nachfahren:

Hast du…

… auch schon Südtirol besucht?
… auch schon solch schlechte Wetterlagen gemeistert?
… Tipps und Anregungen fürs nächste Mal?

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