Toskana

2013 Reisebericht Toskana

Tag 1 – 1.6.2013 Roadtrip in die Toskana

Es ist 16:30 Uhr. Der Bus ist gepackt, dank unserer Packliste haben wir hoffentlich nichts vergessen. Das Ziel ist die Toskana. die Lebensmittel verstaut und die Fahrräder auf dem Träger. Es ist bewölkt und windig, die Temperatur beträgt 17°C und der Kilometerzähler steht bei 65.196.  Nach der Fahrt durch Deutschland im Dauerregen übernachten wir an einem Rasthof in Feucht.

Tag 2 – 2.6.2013 Auf zum Gardasee

Bei Regen in Feucht(wenn das mal nicht passt) gestartet und bis zur Überquerung der Alpen blieb dies auch so. Kurz danach lässt sich sogar noch die Sonne blicken. Nun sitzen wir am Gardasee auf unseren Campingstühlen und genießen den milden Abend bei Pistazien und Portwein.

Tag 3 – 3.6.2013 Romeo und Julia Feeling in Verona

Heute ist unser erstes Ziel Verona. Während ein Gewitter über uns hinweg zog besichtigten wir die wundervolle Arena, die Innenstadt und den berühmten Balkon von Romeo und Julia. Dabei haben wir noch ein paar Geocaches gehoben. Danach kam sogar die Sonne wieder heraus.

Tag 4 – 4.6.2013 Es geht nach Venedig

Auf dem nur noch kurzen Weg bis Venedig kreuzen wir einige wundervolle Landschaften mit blühenden Feldern. Wir parken auf dem großen Parkplatz „Tronchetto Car Parking“. Hier gibt es einen separaten Bereich extra für Wohnmobile mit Strom und Wasser. Wir fahren mit der Fähre bis zum Markusplatz. Hier empfiehlt es sich die rote Route zu nehmen (das müsste die Linie 1 sein). Man fährt mit dieser Linie entlang des Canal Grande durch die Stadt und direkt unter der Rialtobrücke durch. Generell ist die Fähre eine gute Alternative zum Gondel fahren, da man hier auch viel vom Wasser aus sehen kann. Wir haben für 20 Minuten Gondelfahrt 60,-Euro bezahlt und für die Linienbootfahrt ungefähr die Hälfte. Wir lassen uns den Tag durch die verwinkelten Gassen von Venedig treiben, einfach zauberhaft schön. Im Jahr 2010 waren wir schon einmal in Venedig, damals stand durch die Flut, der Markusplatz unter Wasser. Eine tolle Atmosphäre. Für alle, die sich Städte gern von oben ansehen, empfiehlt sich der Aussichtsturm Campanile direkt auf dem Markusplatz. Da wir sehr spät zum Parkplatz zurückkehren, bleiben wir die Nacht gleich hier.

Fazit: Auch wenn Venedig sehr teuer ist, sollte man es unbedingt gesehen haben. Wir haben an dem Tag über 200,- Euro ausgeben, waren aber auch zweimal essen mit einem Birra Grande (1 Liter) für 12,- Euro, waren Gondel fahren und haben uns den teuern Übernachtungsplatz für 37,- € direkt auf dem Parkplatz gegönnt.

Tag 5 – 5.6.2013 Weiter geht unser Roadtrip durch die Toskana

Heute geht es ein kurzes Stück entlang der Adriaküste nach Florenz. Selbstverständlich mit einigen Stopps an mehr oder weniger attraktiven Badespots. Kurz vor Ravera war unser Schlafplatz ein ausgewiesener Stellplatz ein einer kleinen Stadt. Sehr ruhig und gemütlich.

Tag 6 – 6.6.2013 Die Vampirstadt Volterra wartet auf uns

Auf nach Florenz. Natürlich haben wir auch hier die bekannten Touristenspots mitgenommen. Anschließend ging es über sanfte Hügel und durch zauberhafte, und für die Toskana typische Täler bis zur Vampirstadt Volterra.

Reisetipp für Frankreich:
Die aus Twilight bekannte Stadt Volterra besuchen.

Volterra ist bekannt aus den Vampirfilmen Twilight. Wir sind hier in den Abendstunden und lassen uns von dem mystischen Gefühl anstecken, welches auf uns wirkt, wenn wir im dunklen durch die engen Gassen streifen. Vor Allem wenn man die ganze Zeit Mittelaltermusik hört, leider aber den Schauplatz der Musik nicht findet. Auf dem ausgewiesenen „ruhigen“ Stellplatz fand eine Kirmes statt, also sind wir nach dem Abendspaziergang auf einen anderen Übernachtungsplatz ausgewichen.

Tag 7 – 7.6.2013 Es geht auf die Trauminsel Elba

Die Trauminsel Elba ist das heutige Ziel. Wir setzen mit der Fähre von der kleinen Stadt Piombino über nach Cavo. Durch kleine dorfähnliche Städtchen geht es zum Campingplatz Stella Mare in Lacona.

Insidertipp Campingplatz auf Elba :
Camping Stella Mare, die Plätze für die Zelte sind einfach der Wahnsinn… zwischen den Bäumen direkt an den Felsvorsprüngen mit Blick auf das Meer.

Direkter Blick auf das Meer und den Strand, saubere Sanitäranlagen, kurzer Weg zum Strand und bestes Wetter sind das Rezept für die Entspannung der nächsten Tage. Natürlich stehen auch einige sportliche Aktivitäten auf dem Plan, so genau wissen wir das noch nicht.

Tag 8 – 8.6.2013 Mit dem Fahrrad nach Porto Azzuro

Das Samstagsprogram heißt Rad fahren. Das Ziel ist Porto Azzuro. Mit dem Bulli sind wir schon durch gefahren. Es ging über die etwas hügelige aber einzige Straße direkt ins Zentrum. Etwas Sport tut uns gut nach der langen Autofahrt. Mit der Fahrrad App „Komoot“ ist schnell eine Strecke gefunden. Mit ein paar steinigen Umwegen erreichen wir sogar einen Strand, ideal für unsere Mittagspause.

Tag 9 – 9.6.2013 Regenpause

Leider macht das Wetter unserer Tagesplanung einen Strich durch die Rechnung. Der Regen veranlasst uns den angebrochenen Tag mit schlafen, Karten spielen und Haus bzw. Busarbeit zu verbringen.

Tag 10 – 10.6.2013 Wanderung zur Pietra Murata

Morgendlicher Check. Wetter ist super, dann kann es los gehen zur geplanten Wanderung zur Pietra Murata (548m). Start ist im kleinen Bergdorf San Piero in Campo. Nach dreimaligem im Kreislaufen haben wir auch den Startpunkt gefunden und somit kann es los gehen.

Reisetipp für Elba:
Nehmt euch die Zeit und erkundet Elba, per Fuß, per Fahrrad oder vielleicht sogar per Quad.

Über bunte Wiesen und mit herrlicher Aussicht geht es den Rundwanderweg entlang. Vom Schwierigkeitsgrad eher einfach und bei allerbestem Wetter können wir diese Tour fast alleine genießen. Auf festes Schuherwerk sollte man trotzdem nicht verzichten. Wir können sogar einige der anderen Inseln des Archipels sehen. Durch einen Tipp eines uns entgegenkommenden Amerikaners schauten wir uns noch einige Höhlen der früheren Schäfer oder Ziegenhirten an und konnten auf einer Steinplatte noch ein tolles Picknick machen. Ohne uns zu verlaufen, zurück zum Bus und ab auf unseren Campingplatz. Den Abend haben wir bei BBQ mit Fleischspießen gemütlich ausklingen lassen.

Tag 11–11.6.2013 Quadtour auf Elba

Heute wollen wir uns Portoferraio, die Hauptstadt Elbas anschauen. Gesagt getan, nach dem morgendlichen Rundgang durch diese schöne Hafenstadt entschlossen wir uns heute die Wetsküste der Insel mit einem Quad zu erkunden. Nachdem wir ein wenig gesucht und telefoniert hatten, haben wir einen Verleih für Quads gefunden. Also buchten wir für den Nachmittag ein Quad. Die Tour stand schnell fest und sollte sich auf den Westring von Elba beziehen, welcher von Procchio nach Marina de Campo führt. Laut Beschreibung, eine sehr idyllische, kurvenreiche Strecke, bei der sich oberhalb der Küste hübsche Küstenabschnitte, typische Bergdörfer, kühle Kastanienwälder und kahle Granitmassive abwechseln. Mit einigen Haltepunkten und Highlights, wie die Gondelbahn auf den höchsten Berg Elbas, dem Monte Capann mit 1019m eine sehr empfehlenswerte Erfahrung.

Ein Tag voller Überraschungen, so stellt sich die beschriebene Kabinenbahn als ein fahrender Vogelkäfig herraus. Sehr abenteurlich, man springt während der Fahrt direkt in die „Gondel“. Je größer der Abstand zum Boden wird, desto mulmiger ist das Gefühl im Bauch. Die Aussicht auf dem Berg ist jedoch grandios, als wir wieder heile unten angekommen sind, sind wir doch irgendwie ganz froh. Hier wartet allerdings schon die nächste Überraschung auf uns, irgendwie steht unser Quad nicht mehr dort wo wir es geparkt hatten… die Handbremse war wohl nicht ganz fest, zum Glück hat jemand das Quad gesichert und ein Stein unter die Räder gelegt. Danke an den geheimen Helfer. Einzig die Gepäckbox hat ein wenig gelitten. Dank eines echten Leatherman ist das schnell repariert. Nach dem alles wieder seinen Platz hat, geht es weiter mit unserer Tour. Wegen der verschiedenen eher kleinen Haltebuchten und weinigen Parkplätzen in Strandnähe ist ein Quad schon sehr praktisch. Ein gelungener Tag mit vielen schönen Ausblicken und Eindrücken.

Tag 12 – 12.6.2013 Paradies Strand La Sorgente

Zeitig den Bulli bepackt und bereit für Pisa haben wir den Campinplatz und die Insel Elba verlassen, allerdings nicht ohne uns vorher die wohl schönsten Strande der Insel anzuschauen. Den Strand La Sorgente und den anliegenden Sansone, welcher aus der Werbung für das Parfum Acqua dell`elba bekannt ist. Leider konnten wir wegen den heute verstärkt auftretenden Medusa Quallen nicht Baden gehen.
Für knapp 70,-€ ging es dann für uns und unser Baby von Portoferraio mit der Fähre zurück nach Piombino. Danach direkt weiter nach Pisa, welches wir am spätern Nachmittag erreichten. Für das Zentrum fehlte uns ein wenig die Motivation, also schauten wir uns „nur“ den schiefen Turm und das Gelände rund herum an.

Tag 13 – 13.6.2013 Mit dem Bulli durch die italienischen Berge

Heute stehen einige Etappen durch die italienischen Berge auf dem Plan. Was nicht immer ganz einfach ist, da der Bulli mit seinen 50PS auf gut 2t Gesamtgewicht am Berg nicht der schnellste ist. Die Richtung ist Mantova und nachdem etliche Serpentinen bezwungen sind, teilweise im ersten Gang und in Schrittgeschwindigkeit, gönnen wir uns am höchsten Bergpass erst einmal eine vernünftige Brotzeit mit Käse und Salami. Am späten Nachmittag bezogen wir unseren heutigen Schlafpplatz kurz vor Mantova auf einem Wohnmobilstellplatz. Die nette Stellplatzbetreiberin hat uns mit einer Karte und ein paar Tipps für Sehnswürdigkeiten ausgestattet. So steht der Plan für den kommenden Tag.

Tag 14 – 14.6.2013 Es geht wieder Richtung Gardasee

Mit den Drahteseln erkunden wir die zauberhafte Stadt Mantova, nettes kleines Städtchen. Mit Sonnenschein und guter Laune schüttelte uns das viel Kopfsteinpflaster ordentlich durch. Einige Geocaches standen natürlich auch hier wieder auf der Agenda. Am Nachmittag fahren wir weiter bis zu unserem Campingplatz Eurocamping Pacenga am Gardasee. Ein großer Campingplatz mit vielen Dauercampern. Für uns ist er für die kurze Zeit durchaus in Ordnung und wir können noch eine schöne Radtour entlang des Sees machen.

Tag 15 – 15.6.2013 Der Wassefallpark in Molina

Um die Heimfahrt noch ein wenig hinauszuzögern, steht heute noch ein Besuch mit einer Wanderung im nahe liegenden Wasserfallpark auf dem Plan.

Insidertipp für Naturfans:
Den Wassefallpark in Molina besuchen.

Mit vielen Brücken, Wasserfällen und Schaukeln genießen wir den Tag. Den nächtlich Stellplatz gab es für einen schmalen Taler direkt neben dem Parkplatz vom Park.

Tag 16 – 16.6.2013 Es geht wieder in Richtung Heimat

Weil morgen wieder Arbeiten angesagt ist, steht heute fahren auf dem Programm. Einmal Gardasee-Leipzig… und ab geht die Reise. 14h später mit einem KM-Stand von 68.194 erreichen wir doch ein wenig erschöpft 23.55 Uhr Leipzig.

Hast du…

… auch schon eine Reise in die Toskana hinter dir?
… andere Erfahrungen als wir?
… Tipps und Anregungen fürs nächste Mal?

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